IG24
Initiave für Gerechtigkeit in der Personenbetreuung in Österreich
07/08/2026
IG24: Das sind wir. Das sind wir nicht.
Immer wieder entstehen Unklarheiten darüber, was wir als IG24 konkret tun und wofür wir zuständig sind. Häufig wird uns eine Expertise zugeschrieben, die wir in dieser Form nicht bieten, da der Großteil unsere Berater:innen ehrenamtlich und auf kollegialer Basis unterstützt. Aus diesem Grund haben wir im heutigen Post für euch zusammengefasst, wer wir sind - und wer wir nicht sind!
😍Das macht die IG24:
Die IG24 ist ein selbstorganisierter Verein aus Personenbetreuer:innen, welcher von Aktivist:innen unterstützt wird. Wir organisieren uns gemeinsam und kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen in der Personenbetreuung und setzen uns zum Ziel, unsere Interessen zu vertreten! Wir bieten Unterstützung für Betreuer:innen an, die in der eigenen Community tätig werden wollen. Zudem bieten wir kostenlose Informationen und Beratung in Erstsprache rund um die Personenbetreuung an und versuchen, Betreuer:innen zu mobilisieren, gemeinsam mit uns politisch aktiv zu werden und für unsere Rechte zu kämpfen!
❌Das macht die IG24 nicht:’
Gerne unterstützen und beraten wir bei Konflikten mit den Betreuungsfamilien und den zu betreuenden Personen, wir sind jedoch keine Vermittlungsagentur und vermitteln unsere Kolleg:innen nicht zu ihren Klient:innen. In Zusammenarbeit mit Jurist:innen können wir derzeit auf deutsch, rumänisch und slowakisch bei Rechtsfragen beraten.
🔍Eigeninitiative ist das wichtigste Werkzeug der IG24 - nur gemeinsam mit EUCH können wir es schaffen, die strukturellen Bedingungen zu verbessern.
👇Ihr wollt uns unterstützen? Dann helft uns dabei, unsere Reichweite zu verbessern: folgt uns auf Facebook unter www.facebook.com/IG24Personenbetreuung/?locale=de_DE und auf Instagram unter www.instagram.com/ig_24h/
05/08/2026
Schwerer Zugang zur Schwerarbeitspension?
Bei unserer durchgeführten Umfrage im Mai 2026 haben wir über tausend Kolleg:innen befragt, welche Sorgen und Anliegen sie in ihrer Arbeit in Österreich am meisten beschäftigen. Die Ergebnisse dieser Befragung bildeten die Grundlage für unseren Protest, den wir im Juni vor dem Sozialministerium veranstaltet haben.Die Antworten sprechen eine klare Sprache: Neben dem Wunsch nach einer Pension, die einen würdevollen Ruhestand ermöglicht, und nach ausreichender sozialer Absicherung fordern 73 % der Betreuer die Anerkennung ihrer Tätigkeit als Schwerarbeit.
Die Hürden für die Schwerarbeitspension, welche es ermöglicht, in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen, sind jedoch sehr hoch. Leider können viele Kolleg:innen diese Voraussetzungen kaum erfüllen. Die Personenbetreuung wurde in Österreich erst im Jahr 2008 legalisiert, die Betreuer:innen können bis heute daher nur 18 Versicherungsjahre nachweisen - es braucht jedoch 45 Versicherungsjahre, davon mindestens zehn Jahre an anerkannter Schwerarbeit in den letzten 20 Jahren, um mit 60 Jahren in Pension gehen zu können. Die Personenbetreuung ist in Österreich nicht als Schwerarbeit angeführt.Gleichzeitig dürfen Betreuer:innen beim Pensionsantritt nicht mehr pflichtversichert sein und nur ein sehr geringes Einkommen unter der Geringfügigkeitsgrenze beziehen.
Nachtdienste im Schicht- oder Wechseldienst (mindestens 6 Stunden zwischen 22:00 und 06:00 Uhr an mindestens 6 Tagen im Monat) gelten als Schwerarbeit. Hinzu kommt, dass selbstständige Personenbetreuer:innen ihre Schwerarbeitszeiten nicht automatisch angerechnet bekommen. Während dies bei Angestellten durch den Arbeitgeber erfolgt, müssen selbstständige Betreuer:innen selbst einen Antrag bei der SVS stellen und ihre Schwerarbeitszeiten nachweisen. Der tatsächliche Zugang bleibt also für viele Kolleg:innen jedoch mit hohen Hürden verbunden.
Das Thema Schwerarbeitspension würden wir ebenso gerne mit der Sozialministerin besprechen. Dabei möchten wir ihr erläutern, dass die Betreuung in bestimmten Fällen die Voraussetzungen für Schwerarbeit erfüllen kann. Außerdem wollen wir die besondere Situation ansprechen, dass aufgrund der im Legalisierungsprozess 2007/2008 vorgesehenen Ausnahmen eine rückwirkende Anerkennung von Versicherungszeiten nicht möglich ist. Dadurch sind viele Betroffenen Versicherungsjahre verloren gegangen, was sich bis heute nachteilig auf ihre sozialversicherungsrechtlichen Ansprüche auswirkt.
Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass die Arbeits- und Lebensrealität der Personenbetreuung endlich anerkannt wird. Betreuer:innen verdienen nicht nur Dankbarkeit, sondern auch eine faire soziale Absicherung und einen realistischen Zugang zu einer würdevollen Pension. Bei Fragen berät euch unser Beratungsteam gerne in Muttersprache → beratung.ig24.at/de/cases/open/
31/07/2026
🤨🔍Schweigen statt Dialog – erneut keine Reaktion auf unseren aktuellen Kommentar vom Sozialministerium!
Am 23. Juni haben wir vor dem Sozialministerium protestiert. Anlass waren die massiven sozialen Probleme in der Personenbetreuung: Pensionen von teilweise nur rund 150 Euro im Monat, Altersarmut, fehlende soziale Absicherung infolge der Scheinselbstständigkeit und prekäre Arbeitsbedingungen für rund 57.000 Personenbetreuer:innen in Österreich.
Sozialministerin Korinna Schumann wurde mehrfach zu unserem Protest eingeladen. Wir wollten mit ihr über diese Missstände sprechen und konkrete Lösungsvorschläge diskutieren. Eine Antwort blieb aus. Erst am 20. Juli gab es eine erste öffentliche Reaktion der Ministerin – allerdings nicht auf unsere Forderungen, sondern in Form eines Facebook-Beitrags, in dem das Qualitätszertifikat ÖQZ-24 für Vermittlungsagenturen gelobt wurde. Mit keinem Wort wurden die existenziellen Probleme der Betreuer:innen erwähnt.
Dabei greift das ÖQZ-24 aus unserer Sicht viel zu kurz. Es handelt sich um ein freiwilliges Zertifizierungsprogramm, dem sich derzeit lediglich ein Bruchteil der rund 900 registrierten Vermittlungsagenturen angeschlossen hat. Freiwilligkeit ersetzt jedoch keine verbindlichen gesetzlichen Standards und keine wirksame Kontrolle. Gerade in einer Branche, in der Vermittlungsagenturen eine zentrale Rolle spielen, erhebliche Gewinne erzielen und indirekt auch von öffentlichen Förderungen profitieren, braucht es klare gesetzliche Verpflichtungen statt freiwilliger Selbstverpflichtungen.
Deshalb haben wir vergangenen Freitag einen ausführlichen und sachlichen Kommentar unter den Facebook-Beitrag der Ministerin veröffentlicht. Darin haben wir erläutert, warum aus unserer Sicht die bestehende Verordnung für Vermittlungsagenturen weiterentwickelt werden muss, warum wichtige Qualitätsstandards für alle Agenturen verpflichtend sein sollten und warum die dramatische soziale Situation der Personenbetreuer:innen endlich politische Aufmerksamkeit verdient. Gleichzeitig haben wir unsere Gesprächsbereitschaft erneut bekräftigt und die Ministerin eingeladen, mit uns über unsere Forderungen zu diskutieren.
Auch eine Woche später gibt es darauf keine Reaktion - weder auf unser Kommentar, noch auf die zahlreichen E-Mails, die unsere Kolleg:innen und Unterstützer:innen an Frau Schuhmann geschickt haben! Personenbetreuung braucht faire Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit und eine würdige Altersversorgung für die Betreuer:innen selbst. Die Betroffenen haben ein Recht darauf, gehört zu werden. Das österreichische Sozialministerium hat bis zum heutigen Tag KEINE Reaktion auf unsere Forderungen gezeigt.
👇Was ist eure Meinung dazu? Schreibt es in die Kommentare!
📢📢Wir haben protestiert - das Sozialministerium schweigt.
Und wie sieht es bei euch aus, Kolleg:innen? Habt ihr schon Antworten auf eure E-Mails bekommen?
Jahrzehntelange harte Arbeit darf nicht in Altersarmut enden. Deshalb standen faire Pensionen und soziale Absicherung im Krankheitsfall im Mittelpunkt unserer Protestaktion am 23. Juni vor dem Sozialministerium. Auf die mehrmalige Einladung für ein Gespräch am Protest hat das Sozialministerium leider nicht reagiert.
Deshalb haben wir vor Ort eine E-Mail Aktion gestartet, um Frau Ministerin Schuhmann unser Anliegen zu schildern. Wir haben ebenso einen Aufruf mit einer E-Mail Vorlage auf FB gepostet, damit interessierte Kolleg:innen die E-Mails an das Sozialministerium selbst schicken können. Aus euer Interaktion unter dem Aufruf wissen wir, dass viele Kolleg:innen ihn unterstützt haben. Danke dafür!
Entnommen der Facebook-Seite der Sozialministerin wurde letzte Woche das Zertifizierungsprogramm für Vermittlungsagenturen im Zuge der Rezertifizierung hervorgehoben. Generell steht dieser Punkt als Priorität im Regierungsprogramm.
Wie wir in unseren vorherigen Posts informiert haben, bekamen wir bisher keine Reaktion auf unsere Protest- und E-Mailaktion vom Sozialministerium. Wie sieht es bei euch, liebe Kolleg:innen aus, die die E-Mail an das Sozialministerium abgeschickt habt? Habt ihr bereits eine Antwort auf eure E-Mails erhalten? Wie war diese Antwort? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
👇Wir kümmern uns um alle - wer kümmert sich um uns?
Mehr Infos zur IG24 findet ihr unter www.ig24.at
24/07/2026
Wie bereits berichtet, veröffentlichte die österreichische Sozialministerin Korinna Schuhmann einen Beitrag auf ihrer Facebook Seite.
Dazu haben wir bereits Mittwoch einen ausführlichen Beitrag gepostet. Heute haben wir mit einem Kommentar unter dem Beitrag reagiert. Unsere Reaktion könnt ihr auf der Facebook Seite der Ministerin unter www.facebook.com/KorinnaSchumann?locale=de_DE und im folgenden nachlesen. Wir freuen uns über Reaktionen auf den Beitrag!
Sehr geehrte Frau Sozialministerin Schumann,
unser Verein setzt sich seit 2020 für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Personenbetreuer:innen und qualitätsvolle Dienstleistungen in der Personenbetreuung in Österreich ein. Tagtäglich beraten und unterstützen wir Betreuer:innen bei verschiedenen Belangen sowie Konflikten mit Vermittlungsagenturen. An unseren Verein wenden sich auch Betreuungsfamilien vor allem mit Fragen zu Rahmenbedingungen, Verträgen und der Tätigkeit von Agenturen. Der Bereich ist komplex, es gibt unterschiedliche Interessen und viele Themen zu diskutieren. Da Sie in Ihrem Post auf das Qualitätszertifikat für Vermittlungsagenturen eingehen und dieses Teil des Regierungsprogramms ist, möchten wir gerne direkt Bezug darauf nehmen.
Die Richtlinien dieses Zertifizierungsprogramms beruhen auf der Verordnung des Bundesministers für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft über Standes- und Ausübungsregeln für die Organisation von Personenbetreuung, die seit 2015 die Pflichten der Vermittlungsagenturen in Österreich regelt. Wir fordern, dass anstatt des freiwilligen Qualitätszertifikats (derzeit sind von den etwa 900 in Österreich registrierten Vermittungsagenturen bekanntlich nur 36 zertifiziert) diese Verordnung ausgebaut und entsprechend den Bedürfnissen der Betreuer:innen und zu betreuenden Personen weiterentwickelt wird. Wir haben zahlreiche weitere Vorschläge eingebracht, die in den jetzigen Richtlinien überhaupt nicht berücksichtigt werden.
Weiters stellt sich die Frage, ob Regelungen wie die Bedarfserhebung durch diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, die Unterstützung bei der Delegierung oder eine zeitgerechte Bereitstellung des Organisationsvertrags vor dessen Unterzeichnung - um nur ein paar Beispiele zu nennen - tatsächlich lediglich Bestandteil eines freiwilligen Zertifizierungsprogramms sein sollen. Sollten diese Regelungen nicht gesetzlich verbindlich für alle Vermittlungsagenturen gelten, wenn man berücksichtigt, dass Betreuer:innen als Laienpfleger:innen schwer kranke Menschen betreuen und gleichzeitig mit teils dubiosen Vermittlungspraktiken konfrontiert sind?
Die Vermittlungsagenturen sind die mächtigsten Akteure in der Branche. Sie organisieren die Personenbetreuung und erwirtschaften solide Profite, die teilweise durch staatliche Zuschüsse finanziert werden. Daher sollten sie auch deutlich mehr Verantwortung für ihre Tätigkeit übernehmen und einer wirksamen öffentlichen Kontrolle unterliegen. Diese wird durch ein freiwilliges Zertifizierungsprogramm nicht gewährleistet.
Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch unsere Forderung wiederholen, dass im Rahmen der angekündigten Pflegeentwicklungskomission die Interessen der Betreuer:innen berücksichtigt werden. Wir haben vor einem Monat eine Protestaktion vor dem Sozialministerium veranstaltet, zu der wir Sie eingeladen haben und über die auch in den Medien berichtet wurde. Bis heute haben wir von Ihnen keine Reaktion erhalten. Thema unserer Protestaktion waren die extrem niedrigen Pensionen von etwa 150€/Monat, Altersarmut und die prekäre Absicherung im Krankheitsfall. Wir würden unsere Forderungen sehr gerne mit Ihnen diskutieren.
Danke für Ihre Antwort!
IG24 - Initiative für Gerechtigkeit in der Personenbetreuung in Österreich
22/07/2026
📣Das Sozialministerium veröffentlicht Statement zum Thema Personenbetreuung!
Anfang der Woche veröffentlichte die österreichische Sozialministerin Korinna Schuhmann einen Beitrag auf ihrer Facebook Seite. Darin geht es primär nicht um die Probleme der Betreuer:innen – sondern um das von der IG24 mehrfach kritisierte “Qualitätszertifikat” und um Vermittlungsagenturen.
Vor einem Monat standen wir vor dem Sozialministerium. Wir haben protestiert, unsere Forderungen eingebracht und Frau Ministerin Korinna Schumann eingeladen, mit uns ins Gespräch zu kommen. Auf unsere Anfrage hin gab es keine Reaktion. Seitdem haben wir wiederholt den Dialog gesucht. Wir haben im Rahmen der Protestaktion gemeinsam mit euch E-Mails geschrieben und somit auf die drängenden Probleme aufmerksam gemacht. Bis heute haben wir keine einzige Antwort erhalten. Nun erscheint ein Beitrag der Ministerin zur Personenbetreuung – und er handelt vom Qualitätszertifikat für Vermittlungsagenturen. Die IG24 macht seit Jahren auf die eigentlichen Probleme aufmerksam: Altersarmut trotz jahrelanger Arbeit in Österreich, unzureichende soziale Absicherung während der Arbeitsunfähigkeit , prekäre Arbeitsbedingungen, dubiose Vermittlungspraktiken mancher Agenturen.
Die Unzufriedenheit über das in den Vordergrundstellen des Qualitätszertifikats für Vermittlungsagenturen zeigt sich in den vielen Kommentaren unter den Beiträgen. So schreibt zum Beispiel eine Kollegin:
“Sehr geehrte Frau Ministerin Schumann, Ihr Beitrag lobt ein Qualitätszertifikat für Agenturen, ignoriert aber völlig die prekäre Realität von uns Betreuerinnen. Nicht die Agenturen sichern die Qualität der Pflege vor Ort, sondern wir durch unseren täglichen, schweren Einsatz! Es geht hier nicht um mich persönlich, sondern um die Existenz von tausenden Kolleginnen, auf deren Proteste und berechtigte Forderungen Sie mit Gleichgültigkeit reagieren. Wir fordern endlich strukturelle und faire Änderungen: Gerechte Pensionen: Kolleginnen, die seit 15 Jahren in Österreich arbeiten, erhalten im Alter oft nur eine Rente von 150 Euro (oder noch weniger), weil sie ihren Lebensabend im Herkunftsland verbringen. Das ist respektlos! Echtes Krankengeld ab dem 3. Tag: Wir wollen keine teure Zusatzversicherung abschließen müssen, um im Krankheitsfall abgesichert zu sein. Wir fordern einen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Krankenurlaub ab dem 3. Tag – ohne zusätzliche finanzielle Belastung für uns! Anerkennung als Schwerarbeit: Unsere tägliche Arbeit verlangt uns körperlich und psychisch alles ab und muss endlich rechtlich als Schwerarbeit anerkannt werden. Wir erwarten von Ihnen als Politikerin echte Antworten und konkrete Taten für die Menschen an der Basis, statt nur Zertifikate für Agenturen zu feiern!”
Liebe Kolleg:innen, schaut euch den Beitrag der Sozialministerin an und lasst das Sozialministerium in Kommentaren wissen, was ihr darüber denkt! Viele Kolleg:innen haben ihre Kommentare bereits veröffentlicht!
👇Hier geht´s zum Beitrag von Frau Ministerin Korinna Schuhmann → www.facebook.com/KorinnaSchumann?locale=de_DE
17/07/2026
Was ist die IG24?
Für Kolleg:innen, die uns noch nicht kennen:
Die IG24 ist ein Verein, der im Jahr 2020 aus der Selbstorganisierung der Personenbetreuer:innen entstanden ist. Vor ihrer Entstehung waren Kolleg:innen aus der rumänischen Community DREPT pentru îngrijire und der slowakischen Community a za zlepšenie podmienok v 24h opatrovaní im engen Austausch und haben gemeinsam beschlossen, mithilfe von Unterstützer:innen einen Verein zu gründen.
Es gab mehrere Gründe dafür: Prekäre Arbeitsbedingungen und fehlender Schutz, Probleme in Bezug auf die Administration von Gewerbe, Sozialversicherung, Angelegenheiten des Finanzamts sowie das Fehlen einer unabhängigen Interessenvertretung.
Wir wussten, es braucht einen Verein für Betreuer:innen, an den sich die Kolleg:innen wenden können und wo sie Rat, Unterstützung und Informationen in ihrer Muttersprache erhalten. Wir wussten auch, dass es einen Verein braucht, in dem Betreuer:innen ernst genommen werden, sich aktiv einbringen und Entscheidungen selbst treffen können. In unserer Arbeit spielen das Wissen und die Erfahrungen von Betreuer:innen eine wichtige Rolle. Wir arbeiten ebenso mit freiwilligen Unterstützer:innen zusammen, die uns bei vielen Tätigkeiten helfen.
Unsere Tätigkeitsfelder sind unterschiedlich:
- Beratung und Informationsvermittlung in der Muttersprache
- Unterstützung bei der Kommunikation mit Behörden oder bei Konflikten mit Familien und Vermittlungsagenturen
- Politische Arbeit: Teilnahme an Treffen mit Ministerien, Gewerkschaften und anderen Organisationen
- Organisation von Protesten
- Organisation von Treffen für Betreuer:innen - sogenannte Betreuer:innencafés
- Öffentlichkeitsarbeit und Arbeit mit Medien verschiedener Formate (Radio, TV, Social Media)
- Durchführung von Projekten und Studien
- Vernetzung mit anderen Organisationen in Österreich und auf EU-Ebene
- Teilnahme und Präsentation von Inhalten an Konferenzen, Workshops, Seminaren
- Kooperation mit Universitäten, Wissenschaftler:innen und Künstler:innen
IG24 ist offen für aktive Kolleg:innen. Bei Interesse können uns engagierte Kolleg:innen direkt eine E-Mail auf [email protected] schicken und wir können die Möglichkeiten der Zusammenarbeit gemeinsam besprechen. Unser Büro befindet sich in Wien - ein persönliches Treffen kann ebenso vereinbart werden.
Kolleg:innen können uns gerne durch ihren kostenlosen Beitritt zu unserem Verein unterstützen. Das hilft sehr, denn je mehr Mitglieder wir haben, desto größer ist unsere Reichweite und Stärke!
Mehr Informationen über uns finden Sie auf: https://ig24.at/de/
Zu unserem Verein können Sie hier beitreten: https://ig24.at/de/mitglied-werden-2/
15/07/2026
📣💪Betreuungsvertrag bereit zum downloaden!
Da ihr uns gefragt habt, wie ihr zu dem neuen Betreuungsvertragsmuster kommt, hier findet ihr die wichtigsten Informationen aus den vergangenen Posts.
👉Als Selbstständige haben wir jedoch sehr wohl das Recht, unser eigenes Vertragsmuster zu verwenden und somit die Ausverhandlung von Arbeitsbedingungen in eigene Hand zu nehmen!! Der Betreuungsvertrag ist daher das wichtigste Instrument für selbständige Betreuer:innen, denn durch ihn kann man alles bis zum kleinsten Detail vereinbaren. Durch den Betreuungsvertrag werden die Arbeitsbedingungen in den Haushalten festgelegt.
Das Vertragsmuster ist so konzipiert, dass es wichtige Punkte detailliert regelt und dadurch ein gewisser Schutz gegeben werden soll, der ansonsten gesetzlich nicht gewährleistet ist. Im Falle, dass die Vertragsbedingungen von der Familie nicht eingehalten werden, hat man mit dem Betreuungsvertrag eine gute Grundlage, auf welche sich gestützt werden kann.
Wenn ihr ein eigenes Vertragsmuster verwenden und direkt mit euren Klienten:innen den Vertragsinhalt besprechen und euch einig werden könnt, sollten keine unangenehmen Überraschungen eintreten. Daher ist es wichtig, am Anfang an die Arbeitsbedingungen gut zu klären - und dazu dient das Betreuungsvertragsmuster!
📣Wichtiger Hinweis: Das Vertragsmuster wurde mit Sorgfalt erstellt und von Jurist:innen geprüft - wir übernehmen jedoch KEINE Haftung für inhaltliche Fehler oder zwischenzeitliche Änderungen in der Rechtslage. Das Muster des Betreuungsvertrages (deutschsprachig) ist bereits auf unserer Website und kann KOSTENLOS heruntergeladen und verwendet werden. Wir planen, den Betreuungsvertrag in naher Zukunft übersetzen zu lassen.
👇Hier geht es direkt zum Vertrag:
ig24.at/wp-content/uploads/2026/05/Betreuungsvertrag.pdf
👇Ihr findet das Muster auch bei unseren Downloads unter
ig24.at/de/thema/downloads/ (letzter Abschnitt: “Pflege | 24h- Betreuung”) → ig24.at/de/thema/downloads/
Der Betreuungsvertrag wird in naher Zukunft auch in andere Sprachen übersetzt.
10/07/2026
📣REMINDER: Macht mit bei der Email Aktion!
👇Am Mittwoch haben wir bereits drüber gepostet, heute wollen wir euch daran erinnern, bei unserer Email Aktion mitzumachen, denn:
WIR ERWARTEN ENDLICH KONKRETE LÖSUNGEN!
Bei unserem Protest am 23. Juni 2026 vor dem Sozialministerium haben wir nicht nur unsere Forderungen auf die Straße getragen – wir haben auch eine E-Mail vorbereitet, die die anwesenden Betreuer:innen direkt vor Ort an Sozialministerin Korinna Schumann geschickt haben. Darin schilderten wir unsere Forderungen nach menschenwürdigen Pensionen und ausreichender sozialen Absicherung im Krankheitsfall.
Unser Protest endet nicht mit einer Kundgebung. Jetzt braucht es möglichst viele Stimmen. Deshalb rufen wir euch auf: Schickt unsere E-Mail-Vorlage an die Sozialministerin! Je mehr Menschen sich beteiligen, desto schwieriger wird es für die Politik, unsere Forderungen zu ignorieren. Gemeinsam machen wir deutlich: Wir lassen uns nicht länger überhören, es ist Zeit, dass das Sozialministerium unsere Anliegen aufgreift!
Bitte teilt den Beitrag!
👇HIER findest du unsere E-Mail-Vorlage. Gerne dürft ihr auch eure eigenen Gedanken absenden.
Die E-Mail Adresse der Ministerin lautet: [email protected]
Im Betreff kann der Slogan unserer Protestaktion angegeben werden: Wir kümmern uns um alle, wer kümmert sich um uns?
So wird's gemacht:
Kopiere den unten angeführten Text und ergänze ihn um deinen Namen und deine Unterschrift.
Öffne dein E-Mail-Postfach.
Klicke auf neue E-Mail schreiben und füge den Text hinzu.
Füge in den Empfänger die Mailadresse von der Sozialministerin hinzu.
Füge in den Betreff unseren Slogan hinzu.
Klicke auf E-Mail senden.
Im Bedarfsfall fragt Angehörige, Freund:innen und Kolleg:innen um Hilfe beim Absenden.
Gib Daumen hoch unter diesen Beitrag wenn du die E-Mail abgesendet hast 🙂
Hier ist der Text zum kopieren:
Sehr geehrte Ministerin Schumann,
mein Name ist (Name und Nachname)und ich bin als Personenbetreuerin im Rahmen der 24-Stunden-Betreuung in Österreich tätig.
Ich möchte gerne Bezug auf die Kundgebung nehmen, die meine Kolleg:innen am 23. Juni 2026 vor Ihrem Ministerium abgehalten haben. Da bisher keine Reaktion auf diese Kundgebung erfolgte, möchte ich mich gerne mit dieser E-Mail an Sie wenden.
Das Ziel der Kundgebung war, das drängende Problem der extrem geringen Pensionen, der drohenden Altersarmut und der prekären sozialen Absicherung im Krankheitsfall sichtbar und zum Gegenstand einer politischen Diskussion zu machen.
Mir ist bekannt, dass Sie sich in Ihrem Regierungsprogramm auch mit der 24-Stunden-Betreuung befassen werden. Daher ist mir wichtig, dass unsere Forderungen nach einer menschenwürdigen Pension und der Abgeltung des Krankenstands ab dem 4.Tag der Arbeitsunfähigkeit von Ihnen ebenso aufgegriffen werden.
Bei den bisherigen Reformen haben vor allem die Vermittlungsagenturen im Rahmen der Wirtschaftskammer ihre Interessen durchgesetzt – ohne dass wir Betreuer:innen davon in irgendeiner Weise profitiert hätten. Wenn es hingegen um unsere drängenden Probleme, wie die prekäre soziale Absicherung, geht, wird weggeschaut.
Sind wir es nicht, die rund um die Uhr arbeiten, um alten und kranken Menschen in Österreich ein Leben in Würde zu ermöglichen? Ist es wirklich zu viel verlangt, dieselbe Würde und Sicherheit auch für uns einzufordern?
Wir kümmern uns um alle – wer kümmert sich um uns, Frau Ministerin Schumann?
Mit freundlichen Grüßen,
Name und Nachname
08/07/2026
💪Nach unserem Protest am 23. Juni 2026: Worte reichen nicht – wir erwarten endlich konkrete Lösungen!
Bei unserem Protest am 23. Juni 2026 vor dem Sozialministerium haben wir nicht nur unsere Forderungen auf die Straße getragen – wir haben auch eine E-Mail vorbereitet, die die anwesenden Betreuer:innen direkt vor Ort an Sozialministerin Korinna Schumann geschickt haben. Darin schilderten wir unsere Forderungen nach menschenwürdigen Pensionen und ausreichender sozialen Absicherung im Krankheitsfall.
Unser Protest endet nicht mit einer Kundgebung. Jetzt braucht es möglichst viele Stimmen. Deshalb rufen wir euch auf: Schickt unsere E-Mail-Vorlage an die Sozialministerin! Je mehr Menschen sich beteiligen, desto schwieriger wird es für die Politik, unsere Forderungen zu ignorieren. Gemeinsam machen wir deutlich: Wir lassen uns nicht länger überhören, es ist Zeit, dass das Sozialministerium unsere Anliegen aufgreift!
Bitte teilt den Beitrag!
👇HIER findest du unsere E-Mail-Vorlage. Gerne dürft ihr auch eure eigenen Gedanken absenden.
Die E-Mail Adresse der Ministerin lautet: [email protected]
Im Betreff kann der Slogan unserer Protestaktion angegeben werden: Wir kümmern uns um alle, wer kümmert sich um uns?
So wird's gemacht:
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Füge in den Betreff unseren Slogan hinzu.
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Im Bedarfsfall fragt Angehörige, Freund:innen und Kolleg:innen um Hilfe beim Absenden.
Gib Daumen hoch unter diesen Beitrag wenn du die E-Mail abgesendet hast 🙂
Hier ist der Text zum kopieren:
Sehr geehrte Ministerin Schumann,
mein Name ist (Name und Nachname)und ich bin als Personenbetreuerin im Rahmen der 24-Stunden-Betreuung in Österreich tätig.
Ich möchte gerne Bezug auf die Kundgebung nehmen, die meine Kolleg:innen am 23. Juni 2026 vor Ihrem Ministerium abgehalten haben. Da bisher keine Reaktion auf diese Kundgebung erfolgte, möchte ich mich gerne mit dieser E-Mail an Sie wenden.
Das Ziel der Kundgebung war, das drängende Problem der extrem geringen Pensionen, der drohenden Altersarmut und der prekären sozialen Absicherung im Krankheitsfall sichtbar und zum Gegenstand einer politischen Diskussion zu machen.
Mir ist bekannt, dass Sie sich in Ihrem Regierungsprogramm auch mit der 24-Stunden-Betreuung befassen werden. Daher ist mir wichtig, dass unsere Forderungen nach einer menschenwürdigen Pension und der Abgeltung des Krankenstands ab dem 4.Tag der Arbeitsunfähigkeit von Ihnen ebenso aufgegriffen werden.
Bei den bisherigen Reformen haben vor allem die Vermittlungsagenturen im Rahmen der Wirtschaftskammer ihre Interessen durchgesetzt – ohne dass wir Betreuer:innen davon in irgendeiner Weise profitiert hätten. Wenn es hingegen um unsere drängenden Probleme, wie die prekäre soziale Absicherung, geht, wird weggeschaut.
Sind wir es nicht, die rund um die Uhr arbeiten, um alten und kranken Menschen in Österreich ein Leben in Würde zu ermöglichen? Ist es wirklich zu viel verlangt, dieselbe Würde und Sicherheit auch für uns einzufordern?
Wir kümmern uns um alle – wer kümmert sich um uns, Frau Ministerin Schumann?
Mit freundlichen Grüßen,
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