Der Sack e.V.
Der Helfen durch Geben - Sack e.V. hilft in Köln. "Wir leben in einem Sozialstaat und bei uns wird auch für die gesorgt, denen es nicht so gut geht." Köln.
Wir unterstützen aktuell etwas 950 Haushalte und 1200 Kinder und Jugendliche mit gesunden und haltbaren Lebensmitteln Lebensmitteln. Die Idee
Es ist doch alles in Ordnung?..
... das ist die weit verbreitete Meinung in der Bundesrepublik Deutschland, wenn man über Hunger und Armut spricht. "Wir haben Gesetze, Verordnungen, Regeln, Beihilfen, eben alles damit jeder überlebt." Kennen Sie diese Sätze? Die Fakten sind richtig, aber die Realität sieht ganz anders aus. Es gibt Hunger und Armut bei Jung und Alt in Deutschland, in Nordrhein Westfalen und eben auch in einer Stadt wie Köln. Armut macht klein. Als vor mehreren Jahren Kölner Unternehmer und Bürger den Verein "Helfen durch Geben - Der Sack e.V." ins Leben riefen, wurden sie mit diesen Sätzen konfrontiert. Die Antwort dieser Frauen und Männer war und ist: Es mag ja richtig sein was ihr sagt, aber während wir hier diskutieren hungern in Köln hunderte von Menschen. Und denen wollen wir helfen. Einfach mit Lebensmitteln, anonym (in Säcken), ohne konfessionelle oder parteipolitische Hintergründe. Auf ehrenamtlicher Basis. Hunger tut weh. Wir wissen es gibt endlos viel Elend auf der Welt. Jeden Tag werden wir alle in den Medien in Wort und Bild damit konfrontiert. Da sehen wir die "Vergessenen" in Afrika, ausgemergelte Kinder, die aussehen wie Greise, Tote und Entstellte in den Auseinandersetzungen religiöser Ideologien. Menschen, die auf und von Müllkippen in Südamerika leben. Ab und zu finden dann die gut gemeinten und sicherlich auch Linderung bringenden, großen Fernsehshows mit Spendenaktion für xyz-Gebiete/ Verwendungszwecke statt. Mediale Gewissenserleichterung. Nicht weit weg, in keiner Großaktion oder mediengerechten Inszenierung auftauchend, wohnt das Elend im selben Stadtteil, im selben Wohnhaus, gegenüber oder nebenan. Unbemerkt und nicht laut auf sich aufmerksam machend. Häufig auch aus Scham. In unserer Stadt. Es sind keine Einzelfälle, sondern häufig "Lebensunfälle". Wir wissen von über 10tsd Personen, die ab Mitte des Monats einfach nichts mehr zu essen haben. Wenn wir auf die Hilfe der offiziellen oder politischen Institutionen warten, kommen wir nicht weiter. Zwar führen Parteien Begriffe wie christlich, sozial, liberal oder menschenwürdig, in Namen und Satzung, es scheint jedoch so, als sei das in Vergessenheit geraten. Abwarten hilft nicht. Helfen durch Geben - Der Sack e.V. Wir liefern im monatlichen Wechsel an 950 Empfangsadressen und 19 Kindergärten Lebensmitteln an die, die es am nötigsten brauchen. Die Informationen wer das ist, bekommen wir z.B. durch die Caritas, Pastoren oder engagierte Bürger. Die Auslieferung der Säcke erfolgt anonym und wird weitestgehend kostenneutral organisiert. Wir kontrollieren, prüfen, fragen nach und helfen. Wir helfen in Köln. Helfen Sie doch mit. Wir geben den Kölner Bürgern, die es nötig haben. Jede Spende ist willkommen. Wir "Helfen durch Geben - Der Sack e.V." Ein Sack kostet 25 Euro.
06/09/2026
Heute durften wir uns und unseren Verein auf dem Ehrenamtstag der Stadt Köln präsentieren.
Wir hatten an unserem Stand am Rheinufer viele Besucher, und auch unser Schirmherr, der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester, war kurz bei uns. Danke an alle, die uns besucht und unterstützt haben.
Und natürlich auch von uns ein großes Dankeschön an alle Menschen, die in unserer tollen Heimatstadt durch ihr ehrenamtliches Engagement anderen helfen.
19/08/2026
Wir nehmen Abschied von unserem langjährigen Schirmherrn, dem ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Köln, Fritz Schramma.
Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben wir vom Tod von Fritz Schramma erfahren. Besonders schmerzlich ist für uns der Verlust eines Menschen, der unserem Verein, Helfen durch Geben – Der Sack e. V., über viele Jahre in besonderer Weise verbunden war.
Mit großem persönlichem Wohlwollen, außergewöhnlichem Engagement und viel Herzblut hat er sich ehrenamtlich für unseren Verein eingesetzt. Als langjähriger Schirmherr war er ein verlässlicher und engagierter Begleiter, der stets ein besonderes Augenmerk darauf legte, das Wirken unseres Vereins und die Bedeutung des Ehrenamtes in der Öffentlichkeit sichtbar und bewusst zu machen.
Wir verlieren mit ihm einen großen Unterstützer, einen wertvollen Wegbegleiter und einen Menschen, der unserem Verein auf ganz besondere Weise verbunden war. Sein Wirken und seine Verbundenheit werden uns in dankbarer Erinnerung bleiben.
Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl gelten in dieser schweren Zeit insbesondere seiner Ehefrau und seiner Tochter sowie allen Angehörigen.
In dankbarer Verbundenheit und tiefer Trauer
Walter Koenen, Vorsitzender des Vorstandes
Margarita Gräfin von Westphalen-Granitzka, Vorsitzende des Beirates
Im Namen des Vorstandes, des Beirates, aller Mitarbeiter und aller Mitglieder von Helfen durch Geben – Der Sack e.V.
Fotocredits: Fotograf Oliver Wagner, Köln - oliverwagner.de
09/08/2026
Sie stehen seit Jahren fest an unserer Seite: unser Beirat. Heute stellen wir Euch ein Gesicht hinter dieser wichtigen Stütze unseres Vereins vor.
Ralf Coböken
Ralf Coböken, Teamleiter im Private Banking der Sparkasse KölnBonn, unterstützt uns seit 2023 und ist seit 29. Oktober 2025 im Mitglied im Beirat.
„Nahrung ist das lebensnotwendige Minimum für jeden Menschen. Ich finde es extrem wichtig, dass wir in unserer Gesellschaft diejenigen nicht vergessen, die bei all dem Reichtum um sie herum existentielle Hilfe benötigen.“
07/08/2026
Sie stehen seit Jahren fest an unserer Seite: unser Beirat. Heute stellen wir Euch ein Gesicht hinter dieser wichtigen Stütze unseres Vereins vor.
Dr. Angela Emmert
Dr. Angela Emmert ist Rechtsanwältin, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Partnerin bei CMS Hasche Sigle
„Als Mitglied und Beiratsmitglied bei „Helfen durch Geben - Der Sack e.V." mitzuwirken, erfüllt mich mit Freude. Ich bin überzeugt, dass jeder Beitrag hilft, die Welt ein wenig besser zu machen – und das hat sie nötig. Bei „Helfen durch Geben - Der Sack e.V." hat mich besonders begeistert, mit welchem Engagement hier Menschen zusammenkommen, um andere, denen es das Leben schwer gemacht macht, zu unterstützen. So können wir für uns in unserem schönen Köln unbürokratisch helfen. Gern möchte ich die wertvolle Arbeit des Vereins tatkräftig begleiten. Es ist toll, wenn wir gemeinsam einen positiven Unterschied im Leben anderer Menschen machen.“
31/07/2026
Wer sind eigentlich die Menschen, die von uns einen Sack voller Lebensmittel bekommen? Wir durften einigen von ihnen ein paar Fragen stellen und so einen Einblick in ihr Leben und ihre aktuelle Situation gewinnen – und sie haben uns ihre Geschichte anvertraut. Dabei wurde uns wieder einmal bewusst: Das Leben verläuft nicht für jeden nach Plan. Viele geraten unverschuldet in Situationen, in denen sie auf Hilfe angewiesen sind. Wir danken allen, die uns so offen von sich erzählt haben – und ebenso allen, die es uns überhaupt erst möglich machen, zu helfen.
Vera Kremer
Vera Kremer kam nach einer Scheidung mit der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Deutschland.
Hier arbeitete sie als Putzhilfe, in einer Großküche und zeitweise auch im Sicherheitsdienst. Trotz Asthma versuchte sie immer selbst für ihren Lebensunterhalt und ihre Kinder zu sorgen.
Seit einem Krankenhausaufenthalt 2013 sitzt sie aber im Rollstuhl und kann nicht mehr arbeiten. Seitdem ist Sie auf ihre niedrige Rente angewiesen.
Darum bekommt Sie Unterstützung von unserem Verein „Helfen durch Geben – Der Sack e.V.“. Anfangs fiel es ihr schwer, um Hilfe zu bitten, aber heute sind die Lebensmittel für sie eine wichtige Reserve, besonders am Monatsende. Andere Dinge wie Theater, Philharmonie oder Kinoabende sind für sie längst unerschwinglicher Luxus geworden.
20/07/2026
Wer sind eigentlich die Menschen, die von uns einen Sack voller Lebensmittel bekommen? Wir durften einigen von ihnen ein paar Fragen stellen und so einen Einblick in ihr Leben und ihre aktuelle Situation gewinnen – und sie haben uns ihre Geschichte anvertraut. Dabei wurde uns wieder einmal bewusst: Das Leben verläuft nicht für jeden nach Plan. Viele geraten unverschuldet in Situationen, in denen sie auf Hilfe angewiesen sind. Wir danken allen, die uns so offen von sich erzählt haben – und ebenso allen, die es uns überhaupt erst möglich machen, zu helfen.
Willi Schröter
Willi Schröter hat mehr als 30 Jahre gearbeitet. Viele Jahre davon körperlich schwer, unter anderem als Heizungsbauer. Später war er auch noch in einem Reisebüro und anderen Jobs tätig.
Nach einem Unfall musste er früher in Rente gehen, aber diese Rente ist knapp. Wenn Miete, Strom und Medikamente bezahlt sind, bleibt am Monatsende nichts übrig. Neue Möbel oder ein Urlaub sind für ihn unvorstellbar geworden. Auch ein Besuch im Stadion beim 1. FC Köln oder bei den Kölner Haien, Kino oder Theater – all das kann er sich nicht mehr leisten. Zusätzlich ist durch seinen Rollator auch im Alltag vieles schwieriger geworden und sein Bewegungsradius ist stark begrenzt. Sein einziges Hobby ist seine Modelleisenbahn – ein Erbe seines Vaters.
Um Hilfe zu bitten, fiel ihm lange schwer. Heute kommt er regelmäßig zur Lebensmittelausgabe von Helfen durch Geben – Der Sack e.V. in Köln. Die Lebensmittel sind für ihn keine Reserve, sondern fest im Monatsbudget eingeplant.
Fragt man ihn nach seinem Leben, so lautet sein ernüchterndes Fazit: „Ich habe im Leben einfach kein Glück gehabt.“
16/07/2026
Wir haben Euch schon viel über uns und unsere Arbeit erzählt. Heute möchten wir Euch einen wundervollen Menschen vorstellen, der unsere Arbeit und die Menschen, denen wir helfen, großartig unterstützt.
Diakon Hans-Wilhelm Schmitz
Die Ausgabe der Lebensmittelsäcke von „Helfen durch Geben – Der Sack e.V.“ ist für Diakon Hans-Wilhelm „Willi“ Schmitz ein besonderer Moment und zu einem solchen macht er es für die Bedürftigen seiner Gemeinde auch. Alle zwei Monate organisiert er mit der Hilfe eines kleinen Teams von freiwilligen Helfern die Übergabe im Gemeindehaus. Dort bekommen die Empfänger nicht nur ihren Sack voll mit Lebensmitteln, sondern es gibt auch Kaffee und selbstgemachten Kuchen für alle.
So haben alle die Möglichkeit zu einem sozialen Austausch in einem guten Gespräch. Alles auf Augenhöhe und ohne Bewertung. Gerade das ist für viele der fast 90 Empfänger sehr wichtig, denn die Teilnahme am öffentlichen Leben ist schwer, wenn man jeden Cent zweimal umdrehen muss. Darum lässt es sich Diakon Schmitz auch nicht nehmen, persönlich vor Ort zu sein. Im Bedarfsfall liefert er die Säcke auch selbst aus. So wird die Übergabe der Säcke für die Menschen zu einem besonderen und menschlich sehr wichtigen Ereignis.
Der persönliche Kontakt mit den von Armut Betroffenen ist dem Diakon wichtig, denn unsichtbare Armut ist ein reales Problem, nicht nur in seiner Gemeinde. Diese Armut hat viele Gesichter. Altersarmut, Alleinerziehende mit mehreren Kindern – die Liste der Armutsrisiken ist lang, und die Zahl der Betroffenen nimmt stetig zu. Ein regelmäßiger Sack mit haltbaren Lebensmitteln hat für sie einen riesigen Wert, für viele ist er sogar lebensnotwendig. Er lässt den Menschen ein wenig Spielraum für andere elementare Dinge wie Kleidung, Hygieneartikel etc. und ist gerade auch für Familien eine spürbare Entlastung.
Bei Diakon Schmitz gibt es nicht nur den Sack, sondern auch ein bisschen „Normalität“, und das nehmen die Menschen dankbar an.
Wir freuen uns, dass wir unseren Teil dazu beitragen können und danken ihm und seinem Team von ganzem Herzen für seinen Einsatz.
12/07/2026
Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen durften wir heute unseren Verein und unsere Arbeit beim Pfarrfest um St. Quirinus in Mauenheim präsentieren. Die Besucher durften ihr Glück an unserem Glücksrad versuchen, wir konnten viele gute Gespräche führen und dürfen uns über Spenden für den guten Zweck freuen.
Für uns vor Ort waren (von links) unsere Beirätin Frauke Kämmerling, die beiden Vorstandsmitglieder Lutz Nietgen und Gisela Meurer. Nicht auf dem Bild, da er als Fotograf eingesprungen ist, ist unser Vereinsvorsitzender Walter F. Koenen.
Danke an alle, die diesen tollen Tag möglich gemacht haben.
Unser FAQs. Beantwortet von unserem Vorstandsvorsitzenden Walter Koenen und Vorstandsmitglied Lutz Nietgen.
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