Cryptit
An austrian company specialized on IT and blockchain technology.
31/07/2026
Unser "Science-Nugget" der Woche: goldener Wasserstoff 🧪
Wasserstoff muss nicht zwingend industriell hergestellt werden. Durch geologische Prozesse kann er auch auf natürliche Weise im Untergrund entstehen – sogenannter weißer oder goldener Wasserstoff.
Eine internationale Forschungsgruppe hat nun das Potenzial verschiedener Regionen modelliert. Unter den westlichen Pyrenäen könnten demnach jährlich rund 300 Tonnen Wasserstoff entstehen. Das entspricht knapp 10 Gigawattstunden Energie – theoretisch genug, um etwa 1.000 Haushalte ein Jahr lang zu beheizen.
Noch ist allerdings nicht sicher, ob die Wasserstoffkonzentration in diesem Reservoir auch für eine wirtschaftliche Nutzbarkeit ausreicht.
Was wir aber aus technologischer Sicht spannend finden: Mit dem Open-Source-Tool „Ponhy“ sollen geologische Daten und chemische Prozesse künftig besser ausgewertet werden. So könnten vielversprechende Standorte weltweit gezielter identifiziert werden.
👉 Mehr dazu im Artikel; https://www.golem.de/news/goldener-wasserstoff-10-gigawattstunden-energie-unter-den-westlichen-pyrenaeen-2607-211109.html
29/07/2026
Umdenken in der IT-Kultur? 💭
Zweifellos bilden Cloud-Anwendungen einen wichtigen Bestandteil der digitalen Infrastruktur moderner Unternehmen. Doch mittlerweile haben sich auch begründete Zweifel gebildet, ob die umfassende Nutzung der Technologien in nahezu allen Bereichen vernünftig sein kann.
Mit der zunehmenden Abhängigkeit von Cloud-Diensten steigen auch die Risiken eines Unternehmens ⚠️
- explodierende Kosten bei wachsender Datenmenge
- Geschäftsbedingungen lassen oft wenig Flexibilität & Spielraum
- Hürden bei regulatorischen Anforderungen
- Verzögerung bei zeitkritischen Anwendungen
- Einschränkungen durch Ausfälle/Zugangsbeschränkungen
Lokale Systeme können Abhilfe schaffen 🏠
Wer darin einen Rückschritt erkennen will, übersieht die Vorteile- gut durchdacht & umgesetzt kann eine lokale Lösung echten Mehrwert bieten:
mehr Kontrolle, Resilienz und digitale Souveränität.
Die Kosten sind zwar initial höher, aber auf lange Sicht oft geringer & besser kalkulierbar.
Auch lassen sich viele regulatorische Vorgaben effizienter erfüllen. Ein praktischer Nebeneffekt, der gerade bei sensiblen Datensätzen auf der Hand liegt.
CryptIT setzt sich für einen hybriden Ansatz als Mittelweg ein. Nicht nur in-house, sondern auch für unsere Partner:innen, setzen wir auf maßgeschneiderte Lösungen bei Datenspeicherung, KI-Anwendung, Automatisierung, etc. 🤝
Mehr Lesestoff dazu bietet dieser Kommentar;
https://itwelt.at/news/kommentar/aus-cloud-first-wird-cloud-maybe-das-comeback-lokaler-speichersysteme/
24/07/2026
Technikwunder der Woche: Prozessor kann „Photosynthese“ 🌱
Forschende der Penn State University haben einen winzigen Chip entwickelt, der ausschließlich mit Energie aus dem Umgebungslicht betrieben werden kann. Das System erkennt dabei chemische Substanzen selbstständig und kann die erfassten Signale direkt verarbeiten– und das funktioniert ganz ohne externe Stromversorgung ⚡
Im Zentrum steht ein dreidimensionaler Aufbau: Energiegewinnung, Sensorik und Rechenlogik werden in mehreren hauchdünnen Schichten übereinander angeordnet ⚙️
- eine Silizium-Photovoltaikschicht erzeugt Energie aus Licht
- Halbleiterschichten übernehmen die Verarbeitung der Signale
- Graphen-Sensoren erkennen unterschiedliche chemische Flüssigkeiten
Noch handelt es sich um einen spezialisierten Forschungsprototypen und nicht um eine CPU für PCs oder Server. Dennoch zeigt diese Innovation, wohin die Reise gehen könnte: besonders kleine und energieeffiziente IoT- und Edge-Computing-Systeme, die auch an schwer erreichbaren Orten langfristig einsetzbar sind– ohne regelmäßig Batterien austauschen zu müssen.
Tiefer in die Materie eintauchen?
👉 https://www.techradar.com/pro/like-photosynthesis-in-plants-this-cpu-uses-solar-power-to-run-computations-without-the-need-for-batteries
22/07/2026
Tech Minute: "CERT, CSIRT, SOC & NIST" IT-Begriffe in 60 Sekunden vorgestellt ⏱️
Je nach Unternehmen können sich die Aufgaben überschneiden oder innerhalb eines gemeinsamen Teams organisiert sein. Im Detail geht es aber um verschiedene Ebenen:
Das "SOC" erkennt Gefahren 🚨
- ein "Security Operations Center" überwacht Systeme, Netzwerke und Cloud-Umgebungen
- es analysiert Warnmeldungen und identifiziert verdächtige Aktivitäten
Das "CSIRT" reagiert darauf 🛡️
- bei konkreten Sicherheitsvorfällen übernimmt das "Computer Security Incident Response Team"
- dieses koordiniert die Eindämmung, Untersuchung und Wiederherstellung
Das "CERT" informiert & vernetzt 🌐
- ein "Computer Emergency Response Team" veröffentlicht Warnungen, teilt Infos zu Schwachstellen und unterstützt Koordination zwischen Organisationen
Und wie passt "NIST" dazu?
Ein Cybersecurity-Framework der "National Institute of Standards and Technology" fokussiert auf sechs zentrale Funktionen ⚙️
Govern – Identify – Protect – Detect – Respond – Recover
Vereinfacht eingeordnet sieht das dann so aus 💡
- SOC arbeiten im Bereich "Detect"
- CSIRT vor allem bei "Respond" & "Recover"
- die Erfahrungswerte ermöglichen CERT Koordination, Prävention und Informationsaustausch
Wer tiefer in die Materie eintauchen will findet hier mehr Infos:
https://www.techbloat.com/cert-vs-csirt-vs-soc-die-unterschiede-im-detail.html
17/07/2026
Überwachung von Betriebssystemen 👀
Microsoft kann Windows-Installationen offenbar über einen sogenannten "Global Device Identifier" – kurz GDID – eindeutig identifizieren. Die Kennung wird bei der Einrichtung eines Systems mit einem Microsoft-Konto automatisch erstellt, bleibt dauerhaft bestehen und lässt sich laut aktuellen Berichten nicht deaktivieren.
Bekannt wurde das Ausmaß dieser Identifizierung durch ein Gerichtsverfahren gegen die Hackergruppe „Scattered Spider“. Ermittlungsbehörden konnten den GDID mit weiteren Daten wie IP-Adressen, verwendeten Diensten und WLAN-Verbindungen verknüpfen.
Der Fall zeigt zwei Seiten derselben Technologie:
🛡️ Einerseits können solche Daten dabei helfen, Cyberkriminelle zu identifizieren und Angriffe aufzuklären.
🔐 Andererseits stellt sich die Frage, welche Informationen über gewöhnliche Nutzer:innen gesammelt werden, wie lange sie gespeichert bleiben und wie transparent darüber informiert wird.
Eindeutige Gerätekennungen gibt es auch bei anderen Betriebssystemen. Entscheidend ist jedoch, ob Inhalt und Reichweite der Identifikation auch transparent kommuniziert werden.
Natürlich macht es keinen Sinn von heute auf morgen alle MS-Anwendungen aus dem Unternehmen zu verbannen- uns ist es aber wichtig über die Thematik aufzuklären und das Bewusstsein dafür zu schärfen!
👉 Mehr Details dazu in dieser Analyse:
https://www.derstandard.at/story/3000000331276/bestaetigt-microsoft-versieht-jedes-windows-system-mit-eindeutiger-id
15/07/2026
Europäische Smartphone-Alternative? 📱
Schweizer Firma "Punkt" bringt mit dem "MC03" ein Smartphone auf den europäischen Markt, das Datenschutz und die Kontrolle durch die Nutzer:innen in den Mittelpunkt stellt.
Das Android-basierte Betriebssystem "Aphy OS" bietet unter anderem:
- ein integriertes VPN
- Datenschutzkontrollen auf App-Ebene
- eine geschützte „Vault“-Umgebung
- Möglichkeiten zur Unterbindung von Drittanbieter-Tracking
- einen kuratierten App-Store mit vorab geprüften Anwendungen
Ein weiterer unüblicher Ansatz: Den Akku kann man einfach selber austauschen.
Dieses Produkt zeigt, dass bei mobilen Geräten neben Leistung und Komfort zunehmend auch digitale Souveränität, Datenschutz und Reparierbarkeit zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Wir begrüßen die Entwicklung, regionale Technologie & Datensouveränität als Alternativen zu ermöglichen.🛡️
👉 Mehr dazu im Artikel: https://itwelt.at/news/europaeisches-smartphone-punkt-mc03-ab-sofort-erhaeltlich/
10/07/2026
Tech-Minute: Transformer-Technologie in 60 Sekunden erklärt ⏱️
Transformer sind neuronale Netzwerkarchitekturen, die speziell für die Verarbeitung sequenzieller Daten entwickelt wurden. Bekannt wurden sie vor allem durch ihren Einsatz in großen Sprachmodellen.
Den zentralen Mechanismus dahinter bildet die sogenannte "Self-Attention". Dabei bewertet das Modell, welche Bestandteile einer Eingabe füreinander relevant sind. 🔁
Beispiel:
Im Satz „Die Bank am Fluss ist nass“ erkennt das Modell über den Kontext, dass „Bank“ eine Sitzgelegenheit und kein Finanzinstitut bezeichnet.
Im Gegensatz zu früheren Architekturen können Transformer viele Elemente einer Sequenz parallel verarbeiten (also z.B. alle Teile in eines Textes gleichzeitig betrachten). Das beschleunigt das Training und erleichtert die Analyse weitreichender Zusammenhänge. 🌐
Typische Bestandteile eines Transformers sind:
- Tokenisierung: Texte werden in kleinere Einheiten zerlegt.
- Embeddings: Tokens werden als numerische Vektoren dargestellt.
- Feedforward-Netzwerke: Die gewonnenen Informationen werden weiterverarbeitet.
- Positionsinformationen: Die Reihenfolge der Tokens bleibt erkennbar.
Transformer kommen heute unter anderem bei Sprachmodellen, Übersetzungen, Codegenerierung sowie in der Bild- und Audioverarbeitung zum Einsatz.
💡Fazit:
Transformer ermöglichen es KI-Systemen, komplexe Abhängigkeiten effizient zu analysieren und Inhalte kontextbezogen zu erzeugen.
Wer mehr in die Funktionsweise eintauchen will findet hier Lesematerial dazu:
https://www.heise.de/blog/KI-Ueberblick-5-Transformer-Self-Attention-veraendert-die-Sprachverarbeitung-10505711.html
08/07/2026
CryptIT gibt Vollgas- nicht nur im Büro 🏎️
Am vergangenen Wochenende durfte unser Team die DTM am Norisring in Nürnberg hautnah erleben. Spannende Rennen, beeindruckende Technik und eine großartige Atmosphäre machten den Tag zu einem besonderen gemeinsamen Erlebnis. 🏁
Teamspirit trifft Motorsport: abseits des Arbeitsalltags bot sich die perfekte Gelegenheit, Zeit miteinander zu verbringen, neue Eindrücke zu sammeln und den Teamzusammenhalt weiter zu stärken. 🤝
Hier einige Eindrücke von einem rundum gelungenen Wochenende, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird! 📸
03/07/2026
Tech-Minute: Open Source vs. Open Weights in 60 Sekunden erklärt ⏱️
Open Source oder Open Weight – ist das nicht dasselbe?
Nicht ganz. Gerade bei KI-Modellen wird der Begriff „Open Source“ häufig verwendet, obwohl eigentlich nur die "Open Weights" (=Modellgewichte) veröffentlicht wurden.
Weights sind die während des Trainings erlernten Parameter eines KI-Modells – vereinfacht gesagt: das gespeicherte Wissen des Modells.
⚙️
Damit kann man Modelle häufig...
> herunterladen
> auf eigener Infrastruktur betrieben
> für bestimmte Aufgaben anpassen
> weitertrainieren
Open Source geht einen Schritt weiter 🌐
Ein wirklich "offenes" System stellt nicht nur das fertige Modell bereit, sondern auch die notwendigen Bestandteile, um seine Entstehung nachvollziehen und das System umfassend verändern zu können.
Dazu gehören beispielsweise:
> Modellgewichte
> Quell- und Trainingscode
> Informationen über die Trainingsdaten
> Dokumentation des Trainingsprozesses
> Nutzungs- und Weitergaberechte
Fazit💡
Open Weight liefert das fertige Ergebnis.
Open Source macht zusätzlich den Entstehungsprozess nachvollziehbar.
Ein Modell mit offenen Gewichten kann viele Freiheiten bieten – ist aber nicht automatisch transparent auf jeder Ebene
01/07/2026
Digitale Zwillinge für Unternehmen 👥
Der Einsatz von "AI-Agents" wird für Unternehmen zunehmend attraktiv. Mit deren zunehmenden Verbreitung & Verbesserung steigt der Bedarf an technisch verlässlichen Lösungen, damit der Einsatz solcher KI-Anwendungen nicht nach hinten losgeht. Einerseits aufgrund von steigendem regulatorischen Druck, aber auch aus Gründen der Effizienz & Produktivität.
Es geht dabei nicht um das mittlerweile bekannte Phänomen der "Halluzination" einer KI, sondern ein ganz banales Problem- die bereitgestellten Informationen sind einfach falsch (oder nicht mehr aktuell genug). Selbst wenn also letztendlich ein Mensch die Freigabe der Maßnahme erteilen soll, kann dieser u.U. nicht erkennen, das nicht alle Grundlagen dafür up-to-date waren.
Genau hier setzt das sogenannte "Grounding" an.
Damit ist gemeint: als Entscheidungsgrundlage sollen nicht nur "normale" Trainingsdaten dienen, sondern aktuelle, überprüfbare Informationen aus der realen Umgebung eines Unternehmens.
Hier kommt der digitale Zwilling ins Spiel 🤖
Er bildet die reale IT-Infrastruktur digital ab und führt technische Informationen, Abhängigkeiten, Zustände und Veränderungen in einem konsistenten Modell zusammen. Agents sollen Abweichungen durch den Vergleich zeitlich verschiedener "snapshots" der Infrastruktur, Anomalien bemerken und ihre Reaktion daran anpassen.
Eine ausführliche Analyse der technischen Herausforderungen & Möglichkeiten gibt es hier 🔗 https://itwelt.at/news/der-digitale-zwilling-als-datenfundament-fuer-ki-gestuetzte-infrastrukturen/
Die Implementierung der KI-Assistenz in unternehmerischen Strukturen sollte also ausführlich an die individuellen Gegebenheiten angepasst werden- dabei unterstützen wir gerne! 🤝
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