Jochen Danninger
Auf dieser Seite informiert Jochen Danninger über seine Tätigkeit als Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich.
18/05/2026
Wir unterstützen das Ziel, geschlechtsspezifische Lohnunterschiede weiter zu verringern.
Doch die Lohntransparenz-Richtlinie droht Bürokratie aufzubauen, ohne zusätzliche Fairness zu schaffen.
Für Unternehmen entsteht ein erheblicher Mehraufwand – ohne erkennbaren Mehrwert gegenüber dem bestehenden System in Österreich. Im Gegenteil: Es besteht das Risiko negativer Effekte auf die Lohnentwicklung.
Österreich verfügt bereits über ein transparentes Entlohnungssystem durch Kollektivverträge.
Daher gilt: Keine Übererfüllung von EU-Vorgaben und keine überstürzte Umsetzung.
28/04/2026
Die Senkung der Lohnnebenkosten zählt seit langem zu den zentralen Forderungen der Wirtschaftskammer.
Umso wichtiger ist es, dass sie nun umgesetzt wird.
Studien zeigen, dass bereits eine Reduktion um einen Prozentpunkt bis zu 10.000 bis 12.000 zusätzliche Jobs ermöglichen kann.
Das ist ein klarer Hebel für Wachstum und Beschäftigung.
Als Wirtschaftskammer gehen wir selbst mit gutem Beispiel voran: Mit einer Entlastung von 100 Millionen Euro jährlich ab spätestens 2030 leisten wir einen aktiven Beitrag zur Senkung der Lohnnebenkosten.
Kritisch sehen wir hingegen die Verlängerung der Bankenabgabe.
Auch die geplante progressive Gestaltung der Körperschaftsteuer (KÖSt) bewerten wir differenziert:
Ein Modell, bei dem mit steigenden Gewinnen auch die Steuerbelastung steigt, setzt falsche Anreize.
Erfolgreiche Unternehmen dürfen nicht zusätzlich belastet werden.
22/04/2026
Wir reden nicht nur über Entlastung – wir setzen sie um.
Die Wirtschaftskammern gehen mit gutem Beispiel voran und setzen ein starkes Signal: Wir entlasten unsere Betriebe. Schritt für Schritt – mit einem Stufenmodell. Spätestens ab 2030 entlasten wir die Unternehmen dadurch um 100 Mio. Euro jährlich.
Ein Großteil dieser Entlastung erfolgt über die Kammerumlage 2. Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zur Senkung der Lohnnebenkosten.
Unser Zugang ist klar: Wir handeln. Jetzt ist die Bundesregierung gefordert, diesen Weg konsequent weiterzugehen und eine breite Senkung der Lohnnebenkosten umzusetzen.
17/04/2026
Die geplante Umsetzung der EU-Lohntransparenz-Richtlinie droht für Unternehmen zur nächsten Bürokratiekeule zu werden.
Österreichs Betriebe stehen vor massiven zusätzlichen Belastungen – finanziell und organisatorisch. Diese Richtlinie verlangt mehr Berichte, mehr Dokumentation, neue Systeme. Ressourcen, die dann bei Innovation, Wachstum und Arbeitsplätzen fehlen.
Dabei haben wir längst ein funktionierendes System: Rund 98 % der Einkommen sind durch Kollektivverträge geregelt – transparent, geschlechtsneutral und bewährt.
Ja, wir stehen klar zum Ziel, geschlechtsspezifische Lohnunterschiede zu reduzieren. Aber ebenso klar ist: Es darf keine Übererfüllung von EU-Vorgaben geben.
Mehr Bürokratie bedeutet nicht mehr Gerechtigkeit. Sie schafft vor allem mehr Aufwand und höhere Kosten – ohne echten Mehrwert.
Was es jetzt braucht: Anerkennung unserer bewährten Systeme. Keine zusätzlichen Hürden, sondern praktikable Lösungen für unsere Betriebe.
19/03/2026
Preistreiber Bürokratie: Zettelwirtschaft jetzt beenden!
Eine der größten Sorgen der Unternehmen in Österreich ist weiterhin die Zettelwirtschaft. Es ist enorm, wie viel Zeit und Geld hier verloren geht: 21 Mrd. Euro und 320 Mio. Arbeitsstunden gehen pro Jahr dafür drauf.
Bürokratie trifft nicht nur die österreichischen Unternehmen hart, sondern im Endeffekt uns alle: Denn höhere Kosten für Betriebe müssen letztendlich auch weitergegeben werden.
Bürokratie ist damit ein weiterer Preistreiber.
Die Maßnahmen des beschlossenen Bürokratiepakets müssen daher jetzt rasch umgesetzt werden. Und nicht nur das: Es braucht ein zweites Paket, um die Betriebe endlich von der Zettelwirtschaft zu befreien.
Die Zahlen sprechen für sich: www.wko.at/buerokratie-kostet
17/03/2026
Der Kapitalmarkt spielt eine zentrale Rolle für einen starken Wirtschaftsstandort.
Das hat das gemeinsame Gespräch an der Wiener Börse einmal mehr gezeigt. Wir können unser großes wirtschaftliches Potenzial in Österreich noch mehr nutzen, wenn wir Kapitalmarkt, betriebliche Vorsorge und Innovation stärker zusammendenken. Gerade Initiativen wie eine breitere betriebliche Pensionsvorsorge können dazu beitragen, den Kapitalmarkt zu stärken und gleichzeitig neue Perspektiven für die Altersvorsorge zu schaffen.
Danke Christoph Boschan für das offene Gespräch und die spannenden Einblicke in die aktuellen Entwicklungen an der Wiener Börse.
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