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Fremdenführerin in Wien Gabi - Fremdenführerin aus Leidenschaft
Aus welchem Grund ich Fremdenführerin geworden bin? Kontaktieren Sie mich!
Aus Interesse an Geschichte und der Liebe zu meiner schönen Heimatstadt Wien. Geboren wurde ich 1983 in dieser bezaubernden Stadt. Nach meinem Schulabschluss studierte ich Geschichte und Publizistik an der Hauptuniversität in Wien. Doch wem sollte ich nun all dieses historische Wissen erzählen? Im Jahr 2013 entschloss ich mich daher die Ausbildung zum Fremdenführer zu absolvieren. Seit 2016 bin ich stolz staatlich geprüfte Fremdenführerin zu sein. Ich darf Sie ein Stück in Wien begleiten und Ihnen spannende Geschichten über diese tolle Stadt erzählen. Ich freue mich auf Ihre Anfrage.
🍂 Manchmal braucht es gar keine Geschichte.
Keine berühmten Namen. Keine tragischen Schicksale. Keine Jahreszahlen.
Manchmal reicht es, einfach hinzusehen. 🖤
Der Wiener Zentralfriedhof ist für mich so viel mehr als ein Friedhof. Zwischen alten Alleen, monumentalen Grabmälern, verwitterten Engeln und stillen Wegen gibt es immer wieder Momente, in denen dieser Ort eine ganz besondere Schönheit entfaltet. 🍁🕯️
Gerade jetzt im Herbst, wenn sich das Licht verändert und die Blätter langsam fallen, zeigt er sich von einer seiner schönsten Seiten.
Ein Ort der Erinnerung.
Ein Ort voller Geschichten.
Und manchmal einfach ein wunderschöner Ort der Stille. 🤍
🎻 Diesmal lasse ich deshalb nur die Bilder und die Musik erzählen.
⛪ Ein Mann, der den Stephansdom rettete
Wien, 10. April 1945. Die Schlacht um die Stadt war praktisch entschieden. Auf dem Südturm des Stephansdoms hatten Unbekannte eine weiße Fahne gehisst – ein Zeichen der Kapitulation und des nahenden Kriegsendes. 🏳️
Doch genau diese Fahne sollte dem Dom beinahe zum Verhängnis werden.
💥 Als Vergeltung erging der Befehl, den Stephansdom mit 100 Granaten zu beschießen – und weiterzufeuern, sollte das nicht ausreichen, um ihn zu zerstören.
Der Befehl landete bei Hauptmann Gerhard Klinkicht, einem Offizier der deutschen Wehrmacht.
Und Klinkicht tat etwas, das in einer Diktatur und mitten im Krieg alles andere als selbstverständlich war: Er verweigerte den Befehl.
Er las ihn seinen Soldaten vor, zerriss das Schreiben und erklärte:
👉 „Nein, dieser Befehl wird nicht ausgeführt!“
Damit bewahrte er den Stephansdom vor der befohlenen gezielten Zerstörung. Heute erinnert eine Gedenktafel am Dom an seine Gewissensentscheidung. 🕯️
🔥 Ganz unversehrt blieb der Stephansdom allerdings nicht: Nur wenige Tage später, in der Nacht vom 11. auf den 12. April 1945, geriet der Dachstuhl in Brand. Die alte Pummerin stürzte herab und zerbrach, große Teile des Doms wurden schwer zerstört.
Aber der Südturm blieb stehen.
Und manchmal hängt Geschichte eben an einem einzigen Wort: Nein.
🪦 Der Name Freud ist weltberühmt. Doch dieses Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof gehört nict Sigmund, sondern seinen Eltern: Jakob und Amalia.
🕯️ Jakob starb 1896, Amalia 1930. Beide erlebten die nationalsozialistische Verfolgung ihrer Familie nicht mehr.
🚂 Ihr Sohn Sigmund musste 1938 aus Wien fliehen. Über Paris gelangte er nach London. Vier seiner Schwestern blieben zurück: Adolfine, Marie, Pauline und Rosa.
1942 wurden sie nach Theresienstadt deportiert. Adolfine starb dort. Marie, Pauline und Rosa wurden im Vernichtungslager Treblinka ermordet.
Dieses Grab erinnert an die Eltern des berühmten Psychoanalytikers – und an eine Familie, die durch Verfolgung und Flucht auseinandergerissen wurde. 🕊️
05/10/2026
🎭 Ernst Waldbrunn – ein Wiener Publikumsliebling
Ernst Waldbrunn war einer jener Schauspieler, bei denen oft schon ein Blick genügte, um das Publikum zum Lachen zu bringen.
Der 1907 geborene Wiener gehörte über Jahrzehnte zu den großen Publikumslieblingen des österreichischen Theaters und Fernsehens. Besonders eng verbunden war er mit dem Kabarett Simpl, wo er gemeinsam mit Größen wie Karl Farkas auf der Bühne stand.
Doch Waldbrunn konnte weit mehr als nur komisch sein. Hinter seinem unverwechselbaren Humor steckte ein Schauspieler mit großer Bandbreite – und ein Leben, das keineswegs immer zum Lachen war.
1977 starb Ernst Waldbrunn in Wien. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Wiener Zentralfriedhof. 🕯️
⚰️ Manche Geschichten am Wiener Zentralfriedhof würde ich euch wahnsinnig gerne direkt am Grab erzählen.
Aber der Zentralfriedhof ist riesig – und manche Gräber liegen so weit abseits unserer Routen, dass wir sie bei einer Führung schlicht nicht erreichen können.
Eines davon ist das Grab von Franz Barisch.
🦠 Im Jahr 1898 arbeitete Barisch als Laboratoriumsdiener im Wiener Allgemeinen Krankenhaus. Dort wurde mit Pestbakterien geforscht, die eine österreichische Ärztekommission aus Bombay mitgebracht hatte.
Und dann geschah genau das, was niemals hätte passieren dürfen:
Franz Barisch infizierte sich.
Zunächst hielt man seine Erkrankung noch für etwas anderes. Doch bald stand fest: Die Pest war wieder in Wien.
Barisch starb am 18. Oktober 1898. Sein Grab befindet sich heute weit draußen am Zentralfriedhof – in Gruppe 71B, nahe Tor 9. Für unsere Route leider viel zu weit entfernt.
Aber damit endet die Geschichte nicht. Im Gegenteil.
Denn zwei Menschen, die mit Barisch zu tun hatten, bezahlten ebenfalls mit ihrem Leben.
🕯️ Albine Pecha war eine junge Aushilfswärterin im Allgemeinen Krankenhaus und noch keine fertig ausgebildete Krankenpflegerin. Sie wurde zu Barischs Pflege eingeteilt – und infizierte sich ebenfalls.
👨⚕️ Und dann war da noch Dr. Hermann Franz Müller.
Er hatte Barisch untersucht, Vorsichtsmaßnahmen getroffen und ihn isolieren lassen. Als die Gefahr erkannt wurde, handelte Müller konsequent – und trug damit wesentlich dazu bei, dass aus diesen Pestfällen keine große Wiener Epidemie wurde.
Doch auch er infizierte sich.
Die Gräber von Albine Pecha und Hermann Franz Müller können wir euch tatsächlich zeigen.
🌙 Und dort erzähle ich euch die ganze Geschichte: von einem Laborunfall, drei Todesopfern und der Frage, wie knapp Wien 1898 möglicherweise an einer größeren Katastrophe vorbeigeschrammt ist.
📍 Der Zentralfriedhof bei Nacht – Tragödien und Schicksale
Manche Gräber liegen zu weit abseits für unsere Route. Ihre Geschichten nehmen wir trotzdem mit. 🖤
04/10/2026
🎹 Was haben ein Jazz-Weltstar und ein österreichischer Bundespräsident gemeinsam? Mehr, als man denkt. 🇦🇹🎶
Joe Zawinul und Thomas Klestil kannten einander nicht erst, als der eine längst weltberühmt und der andere Bundespräsident war – die beiden verband eine Freundschaft, die bis in ihre Jugend zurückreichte. 🤝
Zawinul, 1932 in Wien geboren, zog hinaus in die Welt und wurde zu einem der bedeutendsten Jazzmusiker seiner Zeit. 🌍🎹 Mit Weather Report schrieb er Musikgeschichte und prägte den Jazz wie kaum ein anderer Österreicher.
Und trotz Weltkarriere, Amerika und internationalem Ruhm blieb die Verbindung zu Wien bestehen. ❤️
⚰️ Heute liegt Joe Zawinul auf dem Wiener Zentralfriedhof begraben – und schon sein außergewöhnlicher Grabstein verrät: Hier ruht niemand, der ein gewöhnliches Leben geführt hat.
🎶 Vom Wiener Buben zum Weltstar – mit einem späteren Bundespräsidenten als altem Freund. Auch solche Geschichten findet man am Zentralfriedhof.
🐦 Für meine Tante bedeutete der Ruf des Kuckucks Angst.
Im Zweiten Weltkrieg wurde dieser Laut im Radio als Warnsignal vor drohenden Luftangriffen abgespielt. Gemeinsam mit meiner Großmutter suchte sie in Bunkern Schutz.
🕯️ Vermutlich steckte sie sich dort mit Masern an. Sie starb am 6. Dezember 1944 – ausgerechnet am Nikolaustag. Sie wurde nur 2 Jahre alt.
Auch sie liegt auf dem Wiener Zentralfriedhof begraben. Vielleicht versteht ihr dadurch, warum mir der respektvolle Umgang mit diesem Ort und den Menschen, die hier ruhen, so wichtig ist. ❤️
📢 Der heutige Zivilschutz-Probealarm hat mich an ihre Geschichte erinnert. Und daran, wie viel es bedeutet, sagen zu können: Es war nur eine Probe.
📌 Aus aktuellem Anlass möchte ich diese Geschichte noch einmal erzählen.
🇺🇸 Die Ereignisse der vergangenen Tage in Tennessee haben die Diskussion über die Todesstrafe in den USA erneut in den Fokus gerückt.
Am 30. September sollte Christa Pike durch eine Giftspritze hingerichtet werden. Trotz zweier verabreichter Dosen Pentobarbital starb sie nicht. Nach aktuellem Stand befindet sie sich in kritischem Zustand im Krankenhaus. Der Gouverneur von Tennessee hat weitere Hinrichtungen für 2026 ausgesetzt und eine unabhängige Untersuchung angeordnet.
❓ Warum erzähle ich euch davon auf einem Kanal über Wien?
⚰️ Weil auch auf dem Wiener Zentralfriedhof ein Mann begraben liegt, dessen Geschichte untrennbar mit der Todesstrafe in den USA verbunden ist: William Robert Jones.
🎥 Seine außergewöhnliche Geschichte habe ich euch schon einmal erzählt. Aufgrund der aktuellen Ereignisse möchte ich sie heute noch einmal mit euch teilen.
🌙 Und wer noch tiefer in außergewöhnliche, tragische und bewegende Lebensgeschichten eintauchen möchte: William Robert Jones ist auch Thema bei unserer Nachtführung „Tragödien und Schicksale“ auf dem Wiener Zentralfriedhof.
⭐ Promistatus am Wiener Zentralfriedhof?
Grundsätzlich keine große Kunst.
Man muss sich nur die Ehrengräber ansehen – hier liegen schließlich genug Menschen, die weltberühmt sind. 🎩⚰️
Aber als Lebendige?
Da bekommt die Sache plötzlich eine ganz andere Qualität. 😂
Neulich wurde ich nämlich tatsächlich am Zentralfriedhof angesprochen:
„Ihr Gesicht kommt mir so bekannt vor. Sind Sie von GabiTours?“
Ähm … JA. BIN. ICH. 😎🤟
Und schon fühlte ich mich für ungefähr 30 Sekunden wie ein kleiner Zentralfriedhofs-Promi. 😂
Die nächste Frage holte mich dann auch gleich wieder zurück in meinen natürlichen Lebensraum: „Wissen Sie, wo das erste Grab am Wiener Zentralfriedhof ist?“
Natürlich wusste ich es.
Man hat schließlich einen Ruf zu verlieren. 😎⚰️
Liebe unbekannte Dame: Falls Sie das hier sehen – danke für diesen kostbaren Moment! ❤️ Sie haben mir einen sehr herzlichen Moment beschert, der mich übers ganze Gesicht strahlen ließ. 😃
Und ich halte fest:
Am Wiener Zentralfriedhof berühmt zu sein, ist als Toter relativ einfach. Als Lebendige muss man sich das erst einmal erarbeiten. 😂
28/09/2026
Wunderschönen guten Morgen! 😁❤️
❤️
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