BAfF e.V.
Bundesverband der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.
V.) // German Association of Psychosocial Centres for Refugees and Victims of Torture Wir fühlen uns der Wahrung der Menschenrechte, insbesondere des Rechtes auf Leben, körperliche Unversehrtheit und Gesundheit der bei uns Hilfe suchenden Menschen verpflichtet. Wir fördern und unterstützen eine umfassende Verantwortung der Gesellschaft für die in Deutschland Schutz suchenden Flüchtlinge und Opfer
Die GEAS-Reform ist da. Und damit die Möglichkeit, Asylverfahren unter Haft, Zeitdruck, und mit sehr eingeschränktem Zugang zu Beratung durchzuführen.
Aus fachlicher Sicht bereitet uns die Reform große Sorgen. Gerade die sogenannten "Vulnerabilitäten", wie Queerness, psychische Krankheiten oder wenn jemand Folter oder andere schwere Gewalt erfahren hat, sind Dinge, die sehr schwer zu erzählen sind, erst recht in der Ausnahmesituation Grenzverfahren. Wir fürchten, dass gerade psychisch belastete Menschen durchs Raster fallen:
Wenn ihre besonderen Schutzbedarfe nicht erkannt werden und sie keine diesen Bedarfen entsprechende Unterstützung erhalten, werden viele von ihnen auch ihre Schutzgründe schlechter geltend machen können.
Trotz aller Entrechtungen: unsere Klient*innen haben immer Wege gefunden, weiterzukommen. Wenn Sie auf dem Weg nach Europa sind, und Sie gehören zu einer Gruppe, die das Gesetz als "besonders vulnerabel" anerkennt, dann haben Sie ein Recht auf besonderen Schutz. Bestehen Sie auf Ihr Recht - dabei wünschen wir viel Erfolg!
Zum Nachlesen: Beispiele für besondere Schutzbedarfe findet man in der Richtlinie (EU) 2024/1346, Artikel 24
12/06/2026
Heute treten die neuen europäischen Asylgesetze in Kraft. Dazu empfehlen wir euch den Text unserer Kolleg*innen Marie Melior und Alva Träbert „Vulnerabilität und besondere Schutzbedarfe im Spiegel der GEAS-Reform aus unserer Fachstelle. Der Text ist im Asylmagazin erschienen und jetzt für alle frei zugänglich. Link in Bio.
09/06/2026
Volles Goldbekhaus in Hamburg! Unsere Jahrestagung ist in vollem Gange - mit spannenden Panels und Workshops. Wir freuen uns, dass ihr alle da seid :)
27/05/2026
Auf der Jahrestagung feiern wir auch die Gründung unseres Verbands vor 30 Jahren - bei einem Meet & Greet am Montagnachmittag (08.06.)
Wir freuen uns auf viele bekannte und neue Gesichter :)
20/05/2026
In Rheinland-Pfalz arbeiten 6 Psychosoziale Zentren daran, die Versorgung für psychisch belastete Geflüchtete sicherzustellen. Die letzte Landesregierung hat sich dafür eingesetzt, dass die Versorgung verbessert wird. Zuletzt wurden die Fördermittel 2023 angehoben. Und es wurden zwei Fachstellen geschaffen: Die Fachstelle Interkulturelle Psychosoziale Gesundheit und die Dachstelle für den Austausch und die Qualitätsentwicklung der Psychosozialen Zentren.
Trotz des Einsatzes bleibt die Versorgungslücke massiv: Nur 4,4 Prozent der Geflüchteten, die mit Traumafolgestörungen zu kämpfen haben, konnten 2024 versorgt werden. Damit liegt die Versorgungsquote in Rheinland-Pfalz knapp über dem Bundesdurchschnitt (3,3 Prozent).
Wir freuen uns, im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung zu lesen, dass auch CDU und SPD einen Ausbau der Psychosozialen Zentren und der Sprachmittlung im Gesundheitssystem versprechen.
Gleichzeitig kündigt der Vertrag auch Entscheidungen an, die wir aus fachlicher Sicht ablehnen: Menschen, die eine Duldung haben, sollen weniger auf die Kommunen verteilt werden. Das Wohnen in Sammelunterkünften führt zu stärkerer psychischer Belastung und Schwierigkeiten, Fuß zu fassen. Damit wird die Versorgungskrise verschärft.
Auch wurde angekündigt, mehr Abschiebungen durchführen zu wollen. Begründet wird dies mit der Aussage, man wolle “irreguläre Migration wirksam zurückdrängen” (Z. 3116 KoaV). Der Begriff der Irregularität soll Schutzsuchende kriminalisieren, die nichts weiter verbrochen haben, als Asyl zu suchen.
Wir fordern die neue Landesregierung auf: Stärken Sie die Versorgungsstruktur! Sichern Sie die Arbeit der Psychosozialen Zentren. Schützen Sie das Recht auf Asyl und auf Wohnen in Würde.
Den ganzen Versorgungsbericht gibt es zum Nachlesen auf unserer Website. Link in der Bio.
19/05/2026
Gewalt, Flucht und anhaltende Unsicherheit prägen die Bindungserfahrungen von Klient:innen. Was das für die psychosoziale Arbeit bedeutet, diskutieren wir auf einem unserer Panel in Hamburg. Zur Jahrestagung könnt ihr euch noch auf unserer Website anmelden.
18/05/2026
Wir stellen ein:)
Gesucht wird ein*e approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in oder eine Person mit vergleichbarer Qualifikation.
Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich Ende Juni statt.
Wir freuen uns, von euch zu lesen!
Bewerbungen bitte an: [email protected]
Alle weiteren Infos gibt's auf der Website.
15/05/2026
Valeria Hänsel ist Migrationsforscherin und Referentin für Flucht und Migration bei
Und: sie ist am 8. Juni bei unserer Jahrestagung in Hamburg zu Gast für einen Impulsvortrag über europäische Migrationspolitik.
Wir freuen uns auf deinen Vortrag!🌸
Anmeldungen sind noch möglich, auf unserer Website.
14/05/2026
In unserem neuen Projekt “YouthTraumaCare (YTC): Ausbau psychosozialer Unterstützungsangebote für schutzsuchende Kinder und Jugendliche” stärken wir gemeinsam mit fünf starken Partnerorganisationen, nachhaltig die psychosoziale Versorgung schutzsuchender Kinder und Jugendlicher aus Drittstaaten.✊️
Im Rahmen des Projekts bieten wir in unserem Kinder- und Jugendbereich spezialisierte psychosoziale Beratung für geflüchtete Kinder und Jugendliche an. Dieses Angebot ergänzt und erweitert unsere Kapazitäten.
Zusammen mit unseren Projektpartnern entwickeln wir darüber hinaus einen praxisorientierten Leitfaden für den Auf- und Ausbau von Kinder- und Jugendbereichen in Psychosozialen Zentren und beraten dazu bundesweit.
Durch fachliche Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit möchten wir dabei die Bedarfe geflüchteter Kinder und Jugendlicher stärker sichtbar machen und Versorgungszugänge weiter verbessern.
Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch und die Zusammenarbeit!
Unsere Projektpartner:
> Plan International Deutschland e.V.
> Mosaik Leipzig
> das PSZ Refugium Freiburg des Caritasverbandes Freiburg-Stadt e. V. .freiburg
> das PSZ Düsseldorf e.V. .duesseldorf
> und das PSZ refugio thüringen e.V. .thueringen
Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Asyl- Migration- und Integrationfonds (AMIF) finanziert. Wir danken für die Unterstützung!
spenden psychosozialeszentrum psychosozialeberatung psychosozialeversorgung sozialarbeit
13/05/2026
Noch wenige Wochen bis zu unserer Jahrestagung in Hamburg. In den nächsten Tagen werfen wir hier schonmal einen Blick auf einzelne Programmpunkte. Die Anmeldung zur Tagung ist weiter möglich, wir freuen uns auf euch!
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