GSE e.V.

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Globales Lernen in Berlin und Brandenburg, Unterstützung von Projekten unserer Partner im Globalen Süden, internationale Begegnungen

Unser Verein ist auf drei Arbeitsfeldern aktiv: Entwicklungszusammenarbeit im Ausland - Globales Lernen - Internationale Begegnungen. Ausland: Wir unterstützen Partnerorganisationen im Globalen Süden (Schwerpunktländer sind z.Zt. Bolivien und Indien) bei der Umsetzung ihrer Projekte zur Verbesserung der Lebens-, Lern- oder Arbeitsbedingungen. Dabei verfolgen wir partnerschaftliche Ansätze und das Prinzip der Augenhöhe - wohl wissen, dass dieses unter den Bedingungen globaler Ungleichheit und Ungerechtigkeit nicht vollständig möglich ist. Unsere Partnerorganisationen planen ihre Projekte aufgrund der Bedürfnisse ihrer Zielgruppen und schlagen sie uns zur Unterstützung vor. Wir bemühen uns, über Förderanträge und Spendenakquise die Finanzierung der Projekte zu unterstützen. Wir entsenden kein Personal ("Entwicklungshelfer"), da es in den Partnerländern hervorragende Expertisen in den jeweiligen Arbeitsfeldern gibt. Inland: Insbesondere für Schulen bieten wir Projektunterricht zu Themen und Inhalten des Globalen Lernens an. Schüler*innen erwerben Kenntnisse zu weltweiten Verflechtungen und lernen, ihre eigene Positionierung in einer globalisierten Welt zu erkennen und zu reflektieren. Sie erarbeiten sich Handlungsoptionen, die für ihre Möglichkeiten passend sind. Die Projekttage werden von qualifizierten Bildungsreferent*innen umgesetzt. Viele von ihnen stammen aus Ländern des Globalen Südens. Internationale Begegnungen: In diesem Arbeitsfeld treffen sich Auslands- und Inlandsarbeit. Regelmäßig ermöglichen wir Jugendlichen aus der Region Berlin-Brandenburg Workcamp- und Lernreisen nach Indien, wobei Besuche bei unseren dortigen Partnerorganisationen im Mittelpunkt stehen. Bezüglich Bolivien gab es ebenfalls einige Begegnungs- und Projektreisen sowohl von Jugendlichen aus Brandenburg nach Bolivien als auch von Jugendlichen aus Bolivien nach Deutschland. Uns ist wichtig, auch Jugendlichen aus dem Globalen Süden Reisen zu ermöglichen.

08/10/2026

Berlin hat drei Partnerschaften mit Städten im Globalen Süden: Jakarta, Windhoek und Mexico. Eine Klimapartnerschaft verbindet die Stadt mit dem indigenen Volk der Munduruku im brasilianischen Amazonien. Der Bezirk Lichtenberg, in dem wir unseren Sitz haben, hat zwei Partnerschaften mit Stadtteilen im Globalen Süden: Ka Mubukwana (Maputo) und Hoàn Kiém (Hanoi). Wir selbst pflegen Partnerschaften mit Organisationen in Bolivien, Indien und Indonesien. Sie trugen Projektideen an uns heran für Dinge, die ihnen wichtig sind. Ein Schulgarten in der bolivianischen Millionenstadt El Alto, u.a. mit dem Ziel, Kinder für gesunde Ernährung und sorgsamen Umgang mit der Natur zu begeistern. Häuser, die Frauen und Kindern in prekären Situationen Obdach, Würde und Pespektiven bieten in den indischen Städten Hyderabad und Sircilla. Und das Pflanzen von mehreren tausend Mangrovensetzlingen auf der indonesischen Insel Bintan unter Partizipation der lokalen Gemeinschaften und der Schulen. In recht kleinem Maßstab können wir durch Antragstellung, Spendenakquise und Öffentlichkeitsarbeit zu den Zielen unserer Partner*innen ziemlich viel bewegen.
Als Teil der Berliner Zivilgesellschaft sind wir aber noch weiter gefragt: durch Bildungsarbeit an Berliner Schulen auch zu Folgen des Klimawandels im Globalen Süden oder zur Verantwortung unseres Lebensstils dafür. Und es sollte uns bewusst sein: wenn wir ermöglichen, dass viele neue Mangroven die Insel Bintan vor dem Anstieg des Meeresspiegels erstmal schützen, aber durch unseren Konsum den Klimawandel weiter anheizen, hilft das den Menschen dort ein bisschen. Aber auch noch so viele Mangroven werden das Meer nicht ewig aufhalten. Das können nur grundlegende Änderungen auf globaler Ebene – letztlich müssen wir uns von unserem imperialen Lebensstil verabschieden. Jede*r hat die Möglichkeit, sofort damit anzufangen und die ersten kleinen Schritte zu tun.

07/10/2026

Wer nicht über den eigenen Tellerrand hinausschaut, könnte in der eigenen Suppe ertrinken. Globales Lernen blickt weit über den eigenen Tellerrand hinaus: es schaut, woher die Zutaten der Suppe kommen, wer sie unter welchen Bedingungen produziert hat, wie sie zu uns gelangten und was hinter der Preisgestaltung steckt. Daraus kann die Erkenntnis erwachsen, dass unser Griff ins Regal beim Einzelhändler unseres Vertrauens mehr und weitergehende Wirkungen zeitigt als nur ein voller Magen und Genuss. Dabei ist der Teller gut austauschbar gegen den Kleiderschrank, die Möbel, Elektronik und so weiter. Globales Lernen, wie wir es verstehen, öffnet den Blick in die Welt und verbindet das mit dem Blick auf das eigene Lebensumfeld. Wenn wir nicht (an)erkennen, dass wir nicht auf einer autarken Insel leben, ignorieren wir einen Fakt: unser Lebensstil ist nur möglich, weil wir auf Ressourcen der ganzen Welt (inklusive Arbeitsleistungen von Menschen) zugreifen können. Ein Bewusstsein für damit zwangsläufig verbundene Ungerechtigkeiten zu wecken ist einer der Aufträge von Globalem Lernen.
Wir als Berliner Verein sind seit Jahrzehnten auf diesem Feld unterwegs. Unser kleines Team stützt sich auf die Expertise von zurzeit 15 Bildungsreferent*innen von vier Kontinenten, die ihre Perspektiven und Ideen für neue Themen, Methoden und Ansätze einbringen. Mit ihrer Arbeit an Schulen vermitteln sie Wissen, motivieren zum eigenständigen Denken und: sie zeigen Haltung.

05/10/2026

Neuseeland, genauer gesagt das neuseeländische Parlament, hat am 30. Januar 2025 einen Berg als juristische Person anerkannt und ihm seinen ursprünglichen Namen aus der Māori-Sprache zurückgegeben. Als Taranaki Maunga kann der 2.518 m hohe erloschene Vulkan jetzt Rechte beanspruchen; sein kolonialer Name Mount Egmont ist Vergangenheit. Es ist eine Wiedergutmachung für die Verbrechen, die während der Kolonialzeit am Volk der Māori begangenen wurden. Ein Komitee kümmert sich nun um den Schutz des Berges. Auch sonst spielen Sprache und Kultur der Māori im Alltag des Landes, das in deren Sprache übrigens Aotearoa (Land der großen weißen Wolke) heißt, eine wachsende Rolle. Auch v.a. jüngere Einwohner*innen europäischer Herkunft lernen inzwischen die indigene Sprache und es wird immer selbstverständlicher, dass sie im Alltag Einzug hält. Doch auch wenn all das wichtige Schritte in der Entwicklung des Landes sind bleibt doch festzuhalten, dass die von europäischer Eroberung und Einwanderung geprägte Gesellschaft enorm viel Schuld abzutragen hätte. Immerhin wurde eine Zivilisation fast vollständig vernichtet, unzählige Menschen getötet oder entwurzelt und ein ganzes Land gestohlen. Eins von vielen Beispielen für koloniale Verbrechen.
Möge es den Māori und allen progressiven Neuseeländer*innen, egal welcher Herkunft, gelingen, durch viele kleine Schritte eine gerechte Gesellschaft aufzubauen.

28/09/2026

Eine in Deutschland verbreitete Supermarktkette verkauft seit September 2025 Ananas ohne Krone. Und warum ist das eine gute Nachricht? Die Krone wird bereits im Ernteland abgetrennt und kann dort als Steckling wieder verwendet werden. Beim Transport nach Europa verringern sich die Emissionen um rund sechs Prozent, die Krone macht immerhin ca. 25% des Fruchtvolumens aus - mehr Früchte können auf der gleichen Fläche transportiert werden. Und die Kundschaft muss sich nicht mit dem Köpfen der Ananas befassen. Geschmack, Aroma und Haltbarkeit werden nicht beeinträchtigt.
Natürlich wissen wir, um welche Kette es sich handelt, dürfen aber keine Werbung machen. Also nehmt die Herausforderung an und schaut beim Einkaufen genauer hin. Oder recherchiert. Genau das haben wir auch getan.
Quelle: https://goodnews.eu

24/09/2026

Der Spruch auf dem Bild war für Menschen in der DDR ein Ausdruck ihrer Sehnsucht, die weite Welt bereisen zu wollen. Reisen nach Hawai oder auch nur Amsterdam scheiterten, die Älteren erinnern sich, an der Furcht unserer Herrschenden vor unterstellter Rückkehrunwilligkeit. Wir kamen hier einfach nicht raus. Heute erleben wir, dass manche nicht rein dürfen. Auch ihnen wird „Rückkehrunwilligkeit“ unterstellt. Ein Fall, der uns maßlos aufregt, wurde jetzt von einem GSE-Mitglied berichtet, welches Begegnungsprojekte zwischen jungen Menschen aus Deutschland und einem afrikanischen Land organisiert. Im Sommer gab es eine Reise zur Anbahnung einer Schulpartnerschaft – die Deutschen besuchten ihre künftigen Partner*innen, es gab ein intensives und lehrreiches Seminar. Alle Beteiligten freuen sich auf die Partnerschaft. Im Herbst ist der Gegenbesuch in Deutschland geplant. Für einen Teilnehmer, nennen wir ihn mal Hussein (der echte Name ist uns natürlich bekannt, wie auch das afrikanische Land), erfolgreicher Abiturient, 19 Jahre, wissbegierig, fit und engagiert, endete der anstrengende Marathon für ein Besuchervisum mit: abgelehnt. Die Deutsche Botschaft fand, es bestünde ein zu hohes Risiko, dass er nicht zurückkehren würde. Bei den anderen Teilnehmenden wurde das Risiko offenbar nicht gesehen. Noch mal betont sei, dass es sich um eine von einer deutschen Schule mit Unterstützung einer deutschen NRO organisierte und mit deutschen Fördergeldern und Spenden finanzierte auf drei Wochen begrenzte Lernreise handelt. Die Einladenden übernehmen alle Risiken. Ein*e Beamte*r in einer deutschen Botschaft meint entscheiden zu müssen, dass eine Person nicht vertrauenswürdig genug ist, deutschen Boden betreten zu dürfen.
Wie gerecht ist es, wenn du mit einem deutschen Pass in die meisten Länder der Welt reisen darfst, ohne vorher ein Visum zu beantragen? Wie gerecht ist es, dass es Pässe gibt, deren Inhaber*innen von vornherein mit tiefem Misstrauen betrachtet werden? Und wie gerecht ist es, dass es sich bei letzteren zum größten Teil um Afrikaner*innen handelt, deren Länder jahrhundertelang von europäischen Kolonialmächten ausgeplündert wurden?
Finde den Fehler.

22/09/2026

Ob die Mehrzahl der 25,2 Millionen (2025) Einwohner*innen der Republik Mali heute einen Grund zum Feiern sieht, wissen wir nicht. Überhaupt wissen wir über dieses Land recht wenig. Mit gut 1,24 Millionen km² gelegen im westlichen Afrika nimmt die Sahara einen großen Teil des Landesterritoriums ein. Es gibt rund 30 verschiedene Ethien und etwa ebenso viele Sprachen. Der Wikipedia-Artikel listet acht Sprachen als offizielle Landessprachen auf. Arbeitssprache ist mit Französisch das Idiom der ehemaligen Kolonialmacht. Diese hatte sich das Territorium im späten 19. Jahrhundert als Teil der Kolonie Französisch-Sudan einverleibt. Vorher hatten drei große Reiche existiert, deren Teil das heutige Mali war und wo Astronomie, Mathematik, Literatur und Kunst in Blüte standen. Deren Konstellationen zeigen beispielhaft, wie fremdbestimmt und letzten Endes fatal die europäischen Eingriffe in die damaligen Gesellschaften waren und welche Folgen sie hervorriefen. Ohne Respekt für die vorhandenen Kulturen und existierende Grenzen nahm sich Frankreich das Recht, sich Bodenschätze wie Gold und Salz anzueignen. Am 20. Juni 1960 erlangte die Mali-Föderation zusammen mit dem benachbarten Senegal die Unabhängigkeit. Die Föderation zerbrach kurz darauf, das Land erklärte sich unter seinem heutigen Namen am 22. September als unabhängig. Nach langer Einparteienherrschaft führte ein Militärputsch 1991 zur Verabschiedung einer neuen Verfassung und zunächst zur Etablierung eines demokratischen Mehrparteienstaates. Ab 2010 kam es zum Abbau von Demokratie und Menschenrechten, zu einem Putsch und Kämpfen zwischen den rebellierenden Tuareg und Islamisten. Truppen von UNO und Frankreich eroberten den Norden von den Islamisten zurück, aber eine echte Befriedung gelang genauso wenig wie die Herstellung einer Herrschaft nach dem, was Europa als Demokratiestandard setzt. Seit 2020 gilt Mali als autoritär. Die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Sicher wird es kein fröhlicher Unabhängigkeitstag.
Quelle: Wikipedia

21/09/2026

Die weltweit erste von Solarenergie angetriebene Ambulanz ist offiziell unterwegs. Studierende des Solar Team Eindhoven an der Technischen Universität Eindhoven in den Niederlanden haben Stella Juva entwickelt – eine straßenzugelassene Ambulanz, die als Elektrofahrzeug mit vollständig integrierten Solarzellen fährt. Die Sonnenenergie speichert das Fahrzeug in einer Batterie mit 50 kWh. So kann die Ambulanz auch nach Sonnenuntergang sicher weiterfahren und Menschen in abgelegenen Regionen versorgen, in denen es weder verlässliche Infrastruktur noch Stromnetze oder Kraftstoff gibt. Im Unterschied zu klassischen Rettungswagen, die Patient*innen ins Krankenhaus bringen, kommt Stella Juva mit der medizinischen Versorgung direkt zu den Menschen. Wenn medizinisches Personal eine Landklinik erreicht, kann es seitlich an der Ambulanz zusätzliche Solarpaneele ausklappen. Das sorgt für extra Energie und spendet Schatten für die Behandlungen. Im Stand erzeugt die Ambulanz mehr Solarstrom, als die Medizingeräte verbrauchen. So können die Geräte jederzeit genutzt werden. Beim ersten Praxistest legte Stella Juva in Zusammenarbeit mit der internationalen Gesundheitsorganisation Amref Health Africa mehr als 800 km auf verschiedenen Einsatzstrecken in der Region Narok in Kenia zurück. Zeitweise war das Team sechs Stunden auf schwierigen Pisten unterwegs, um einen abgelegenen Einsatzort zu erreichen.
Stella Juva ist mit Geräten ausgestattet, die dringend benötigt werden: Röntgengerät, Ultraschall, automatisierter externer Defibrillator und Kühlsysteme für Impfstoffe. Bei einem zweitägigen Test zeigte die Ambulanz, dass sie rund 200 Menschen medizinisch hätte versorgen können. Im Stand erzeugte Stella Juva mehr Solarenergie, als sie beim gleichzeitigen Betrieb aller Medizingeräte verbrauchte – und könnte energieunabhängig arbeiten. Bei einem einzigen Einsatz könnte Stella Juva zum Beispiel bis zu 40 schwangere Frauen per Ultraschall untersuchen. In Narok und den umliegenden Bezirken, wo die Mütter- und Kindersterblichkeit hoch ist, kann das Leben retten. Die Forschenden hoffen, dass Stella Juva nicht die einzige ihrer Art bleibt.
Quelle: Euronews.

19/09/2026

Das langgestreckte Land an der Pazifikküste weist in jeder Hinsicht einige Besonderheiten auf. Vor 13.000 Jahren fanden die ersten Besiedlungen statt. Portugiesische Seefahrer unter Fernando Magellan haben bereits 1520 beim Versuch, die Erde zu umrunden, die zum heutigen Chile gehörende Magellanstraße im äußersten Süden durchfahren. Aber da es mit Gold und Silber nicht üppig war, blieb Chile vorerst eine eher uninteressante spanische Kolonie am Rande der Welt. Das Interesse wuchs mit der Erkenntnis, dass Landwirtschaft einen großen Teil der Versorgung des Kolonialreiches übernehmen konnte. Die indigenen Mapuche wehrten sich vehement und lange sehr erfolgreich gegen den Raub ihres Landes. Sie drängten die Spanier über den Fluss Bio Bio zurück und zwangen sie 1641 zum Abschluss eines Vertrages, der den Mapuche das Land südlich dieser Grenze zusprach – ein einmaliger Vorgang in der Kolonialgeschichte des Kontinents. Natürlich eroberten die Nachkommen der Eroberer gut 200 Jahre später das Land und gliederten auch die Mapucheterritorien 1883 in den Staat Chile ein. Diese erkannten die Übernahme niemals an und befinden sich bis heute formal im Kriegszustand mit Chile.
Die Republik Chile entstand in einem Prozess, der am 18. September 1810 mit der Einsetzung einer Junta begann, die die Treue Chiles zum abgesetzten König Ferdinand VII. als eine autonome Provinz innerhalb des spanischen Königreichs erklärte. Dieses Datum feiert man in Chile als Beginn der Unabhängigkeit. Wenig später erklärte Chile seine Loslösung von Spanien und der Monarchie. Die Indigenen des Landes, sowohl die Mapuche als auch die im Norden lebenden Aymara und Ketchua sowie die auf der von Chile annektierten so genannten Osterinsel lebenden Rapa Nui haben von der neu gewonnenen Freiheit nicht so profitiert wie die Nachkommen der europäischen Einwanderer. Übrigens: in Chile lebt eine beachtliche Anzahl Deutschstämmiger, die in mehreren Einwanderungswellen, die letzte nach dem Ende des 2. Weltkrieges ins Land kamen.
Progressive Berliner Chilen*innen feiern heute und morgen im Franz-Mehring-Platz 1 mit „La Pelusona“ den Nationalfeiertag. Beginn ist jeweils 12 Uhr und es gibt ein volles Programm für Kleine und Große.
Infos: Wikipedia

19/09/2026

Liamuiga – fruchtbares Land – war der Name der heute St. Kitts genannten Insel in der Sprache der hier ansässigen Kalinago; Nevis wurde von ihnen Oualie, Land der schönen Wasser genannt. Die Kolonialgeschichte und damit das gewaltsame Überstülpen fremder Namen, Sprachen, Religion begann früh: Kolumbus landete auf seiner zweiten Reise 1493 hier. Im Verlaufe der Eroberung und Ausplünderung blieb von der Erstbevölkerung, den Kalinago, nichts mehr übrig. Die Inseln hießen unter den Kolonialregimes öfter mal anders, die Eroberer hatten weder Respekt noch Interesse für Kultur, Lebensweise und Sprache der Indigenen. Nach den Spaniern kamen ab 1623 die Briten und 1625 die Franzosen und man einigte sich vorerst, das ihnen nicht gehörende Territorium untereinander aufzuteilen. Nach anfänglicher Zustimmung zu ihren ungebetenen neuen Nachbarn fürchteten die Kalinago bald zurecht den Verlust ihrer Heimat und schlossen sich mit anderen karibischen Stämmen zusammen. Wahrscheinlich durch Verrat kam es zum Mord an über 2.000 Menschen. Es war etwa die Hälfte der Bevölkerung; der Mönch Jean Baptiste du Tertre bezeichnete das Massaker von 1625 als Völkermord. Die Überlebenden wurden versklavt und später zur Übersiedlung nach Dominica gezwungen, die einzige Insel wo bis heute eine relevante Zahl von karibischen Indigenen der Kalinago lebt.
St. Kitts und Nevis besteht aus den beiden namensgebenden Inseln und der Insel B***y. Es ist Teil der Kleinen Antillen und gehört mit seinen 51.320 Einwohnern (2022) und einer Fläche von knapp 263 Quadratkilometern zu den zwölf kleinsten allgemein anerkannten Staaten der Erde. Und es ist auch einer der jüngsten Staaten: am 19. September 1983 wurde er von der britischen Krone in die Unabhängigkeit entlassen, bleibt aber Teil des Commonwealth und ist eine parlamentarische Monarchie.
Infos: Wikipedia

14/09/2026

Die Republik der Philippinen erließ 2019 ein Gesetz, nach dem Schul- und Universitätsabgänger*innen verpflichtet sind, vor der Zulassung zur Prüfung zehn Bäume zu pflanzen. Damit will man der Umwelt helfen und den jungen Menschen ein Gefühl für die Natur vermitteln.
Gay Alejano ist einer der treibenden Kräfte hinter diesem Gesetz: „Mit über 12 Millionen Schülern der Hauptschulen, zirka fünf Millionen Oberschulabgängern sowie fast 500.000 Universitätsabsolventen jedes Jahr, wird diese Initiative dazu führen, dass mindestens 175 Millionen neue Bäume jährlich gepflanzt werden. Im Lauf einer Generation können nicht weniger als 525 Milliarden gepflanzt werden.“ Und er fügt hinzu: „Wenn nur zehn Prozent der Setzlinge ankommen, würde dies bedeuten, dass 525 Millionen Bäume für die Menschen zur Freude vorhanden sein werden.“
Dass diese Baumpflanzaktionen auch tatsächlich durchgeführt werden, richtet das Ministerium für Erziehung an den Schulen extra Kommissionen ein die dafür sorgen, dass die Maßnahmen auch greifen. Die Bäume dürfen unter anderem in Wäldern, Mangrovenwäldern, in geeigneten städtischen Gebieten und in verlassenen Minen gepflanzt werden.
Milliarden von Bäumen könnten so in den Philippinen gepflanzt werden.
Was, wenn sich diese Idee weltweit durchsetzen würde?
Quelle: https://gute-nachrichten.com

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