DDPP e.V.
Unser gemeinsames Ziel ist, dass Psychotherapie in der Behandlung von Menschen mit Psychosen zu einem selbstverständlichen Angebot wird.
Wir sind ein Zusammenschluss aus allen in der Psychiatrie tätigen Berufsgruppen. Mit psychotherapeutischer Behandlung können die mit einer Psychose verbundenen Probleme häufig besser verstanden und bewältigt werden. Im Dachverband sind die verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren gleichberechtigt vertreten. Dazu gehören psychodynamische, systemische und verhaltenstherapeutische Verfahren. Sie sind für unterschiedliche PatientInnen in unterschiedlichen Situationen und Lebenskontexten jeweils auf ihre Weise hilfreich und sinnvoll. Wir halten einen Austausch zwischen den Psychotherapieverfahren für konstruktiv. Im Dialog können Ähnlichkeiten und Unterschiede benannt werden. Davon können alle profitieren.
14/09/2026
Psychodynamik trifft Evidenz: MPP-S zeigt nachhaltige Wirkung bei Schizophrenie-Spektrum-Störungen
Weniger Negativsymptomatik, verbessertes psychosoziales Funktionsniveau: eine randomisiert kontrollierte Studie (MPP-S) belegt die Wirksamkeit psychodynamischer Psychosentherapie. Lancet Psychiatry veröffentlicht die Studie „The efficacy of modified psychodynamic psychotherapy for patients with schizophrenia-spectrum disorders in Germany: a prospective, single-centre, assessor-blinded, parallel-group, randomised controlled trial“ von einem Team um Christiane Montag, Dorothea von Haebler und Günter Lempa. Sie können zeigen, dass die MPP-S (modifizierte psychodynamische PsychosenPsychotherapie für Menschen mit schizophrenen Psychosen) zu einer signifikanten Verbesserung sowohl des psychosozialen Funktionsniveaus wie auch der Negativsymptomatik auch nach Ende der Behandlung führt. Diese Studie belegt die Evidenz psychodynamischer Psychotherapie für Menschen mit Schizophrenien und Schizoaffektiven Störungen. Lesen können Sie die Studie hier:
The efficacy of modified psychodynamic psychotherapy for patients with schizophrenia-spectrum disorders in Germany: a prospective, single-centre, assessor-blinded, parallel-group, randomised controlled trial MPP-S added to TAU could improve psychosocial functioning compared with TAU alone. Our findings suggest efficacy and possible long-term benefits of psychodynamic psychotherapy for schizophrenia-spectrum disorders and indicate its potential role alongside other psychotherapeutic and psychosocial trea...
08/09/2026
MUTTiER IV - BILDER SEHEN. STIMMEN HÖREN. MEDIEN IN KUNST UND KLINIK
Wir freuen uns an der IPU Berlin im vierten Jahr mit MUTTiER IV wieder einen interaktiven partizipativen Vortrag – diesmal zu BILDER SEHEN - STIMMEN HÖREN - ankündigen zu können.
Medien in Kunst und Klinik
Irini Athanassakis, Dorothea von Haebler und Meredith Stone an der IPU Berlin
Halluzinationen und Visionen begleiten die Menschheit durch die Jahrtausende. Sie galten als heilig, satanistisch, visionär oder krankhaft. Was sahen und sehen Menschen, wenn sie halluzinieren? Was hören sie? Was erzählen diese Bilder und Stimmen? Wie und warum entstehen Bilder und Stimmen, die für andere nicht wahrnehmbar sind?
Halluzinationen werden oft als Krankheitssymptom verstanden und medikamentös behandelt: vor allem, wenn ein Mensch darunter leidet. Sie können andererseits auch Inspirationsquelle für künstlerische Ausdrucksformen wie Bilder, Musik oder Texte sein. Sie sind ein Ausdruck innerer Vorgänge, der Leid ausdrücken und Perspektive erzeugen kann. Als solches können Sie ein Medium zum Selbst sein.
Mit Hilfe von Beispielen aus Kunst und Klinik werden unter Anerkennung der leidvollen und gefährlichen Aspekte des Halluzinierens in MUTTiER IV die Besonderheiten und kreativen und heilenden Potentiale erarbeitet und anhand kollaborativer Aktionen mit dem Publikum erlebbar gemacht.
Anmelden können Sie sich hier:
MUTTiER IV - Bilder sehen. Stimmen hören. Medien in Kunst und Klinik Am 25. September 2026 findet an der IPU Berlin MUTTiER IV von Dorothea von Haebler, Irini Athanassakis und Meredith Stone statt.
20/08/2026
Anmeldung in Kürze möglich
DDPP-Herbstsymposium „Wahn als Konstruktion von Bedeutung - Folgen für Psychotherapie und Gesellschaft“ am 9. und 10. Oktober 2026
Am 9. und 10. Oktober 2026 wird das Herbstsymposium „Wahn als Konstruktion von Bedeutung - Folgen für Psychotherapie und Gesellschaft“ im online-Format und mit Präsenzmöglichkeit an der IPU Berlin stattfinden.
Prof. Dr. Dipl.-Psych. Tania M. Lincoln (Hamburg) wird über "Neue Hypothesen zur Aufrechterhaltung von Wahnvorstellungen und was das für die Psychotherapie bedeutet“ referieren und Prof. Dr. Timo Storck (Berlin) zu "Verrückte Bedeutungen - Der Wahn als Kommunikationsversuch und als Privatsprache aus psychodynamischer Sicht" sprechen.
Zur Vertiefung und Erweiterung der eigenen fachlichen Kompetenzen werden zahlreiche online-Workshops angeboten – zu folgenden Themen:
-Trauma und Psychose
- psychodynamischer Umgang mit Wahn
- Interventionen zu Coping von Wahn aus der kognitiven Verhaltenstherapie
- Familien in der PsychosenPsychotherapie - Open Dialogue
- wahnsensible Haltung
- Achtsamkeitsbasierter Gruppentherapie
- psychotherapeutische Beziehung mit Menschen im Wahn
Zudem wird es zahlreiche psychodynamische, kognitiv-verhaltenstherapeutische, verfahrensübergreifende und trialogische Fallseminare online und in Präsenz geben.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.ddpp.eu/congreses/herbstsymposium-2026
04/08/2026
DDPP bei der ISPS Konferenz in Lausanne vertreten -
„Back to the future inspired by pioneers“
Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der ISPS (The International Society for psychological and social approaches to psychosis) fand vom 6.-8. Juli 2026 in Lausanne die internationale Konferenz „Back to the future inspired by pioneers“ statt. Auf dieser war der DDPP durch Dorothea von Haebler (Berlin) als eine der Keynote-SpeakerInnen mit dem Vortrag "Integrating Aspects of Efficiency and Psychotherapeutic Relationship in Psychosis Care and why this is still valuable“, Katharina Brinkmann (Berlin) mit ihrer Posterpräsentation und einem Workshop „Trauma-informed assessment in psychosis care: Towards shared understanding of lived experience“ und viele andere DDPP Mitglieder unter anderem Klaus Hoffmann (Reichenau) mit seinem Vortrag „Psychoanalysis in the Treatment of Psychoses“ vertreten. Einen Rückblick von Brian Koehler, NYC, stellen wir Ihnen ausserdem zur Verfügung: https://www.ddpp.eu/reports/ddpp-bei-der-isps-konferenz-2026-in-lausanne-vertreten-back-to-the-future-inspired-by-pioneers
Weitere Informationen finden Sie hier: https://isps2026.com/frontend/index.php?sub=305
Fotos by ISPS
27/07/2026
Neue Aktualisierung der S3-Leitlinie Schizophrenie – Living Guideline
Am 16. Juli 2026 hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN) die Aktualisierung der S3-Leitlinie Schizophrenie – Living Guideline veröffentlicht. In dieser wird auf Grundlage neu gesichteter und eingeordneter Evidenz der ganzheitliche Behandlungsansatz für Menschen mit Schizophrenien gestärkt. So sollen möglichst Angehörige einbezogen werden und für akustische Halluzinationen wird die computergestützte Avatartherapie empfohlen. Ebenso gab es Neuerungen bezüglich der medikamentösen Akutbehandlung, in der nun die Anwendung von Haloperidol zur Kontrolle von akuten Erregungszuständen als Off-Label-Anwendung empfohlen wird. Zum Einsatz kommen soll die repetitive transkranielle Magnetstimulation als nicht invasives Verfahren, wenn die medikamentöse Therapie keine gewünschte Wirkung erzielt. Zudem wurde die Leitlinie in die MAGICapp überführt, welche ein evidence-ecosystem ist und eine dynamische und vernetzte Darstellung der Evidenz bereitstellt.
Neben anderen Fachgesellschaften ist der DDPP e.V. stetig an der Weiterentwicklung der Leitlinie beteiligt.
Eine Stärkung der psychotherapeutischen Verfahren ist diese Überarbeitung nicht. Wir bleiben dran.
Die S3-Leitlinie Schizophrenie – Living Guideline in der MAGICapp finden Sie hier: https://app.magicapp.org/ #/guideline/jlYvkL
Zur Leitlinie im AWMF-Register gelangen Sie hier: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-009
28/11/2025
Bock auf Dialog – online-Vorlesung
Wer bin ich – ohne Sprache? – Herausforderung für Schule, Familie und Jugendhilfe
Am 16. Dezember 2025 wird sich Thomas Bock (Mitglied des erw. DDPP-Vorstands) u.a. mit Imke Neumann (Leitung KJP Wilhelmstift) der sensiblen Situation, wenn (Mit-)Schüler:innen aus der Psychiatrie in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren? Zentral wird die Frage nach der passenden Sprache sein und mit wem man über seine Erfahrungen sprechen aber auch nicht sprechen will. Diese Fragen neben Angehörige, Lehrerschaft und Mitschüler:innen relevant, sondern gerade auch für junge Menschen mit Psychoseerfahrung.
Diese bevorstehende und weitere Online-Vorlesungen aus der Reihe „Wer bin ich? Und wenn ja, wie? Ringen um geeignete Hilfen für junge Menschen?“ finden Sie unter: https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/l/7714
18/11/2025
Die S3-Leitlinie Schizophrenie ist als Living Guideline veröffentlicht
Am 15.10 wurde die Aktualisierung der S3-Leitlinie „Schizophrenie“ veröffentlicht, die von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) unter Moderation der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften und unter Beteiligung vieler Fachgesellschaften, darunter dem DDPP, herausgegeben wird. Diese Leitlinie wird jetzt in das Format einer Living Guideline überführt und damit jährliche Überarbeitungen erfahren.
Neuerungen betreffen neben der Psychopharmakotherapie auch die Psychotherapie für Menschen mit Psychosen.
In Bezug auf die Psychotherapie wurden die bestehenden starken Empfehlungen nahezu vollständig bestätigt. Zusätzlich wurde die Empfehlungsstärke für das Metakognitive Training sowie für Achtsamkeitsbasierte Psychotherapie auf eine starke Empfehlung angehoben. Neu wurde eine Empfehlung für Psychotherapie bei bei Patient:innen mit komorbider Posttraumatischer Belastungsstörung aufgenommen.
Die aktualisierte S3-Leitlinie Schizophrenie finden Sie hier: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-009
26/10/2025
70 Jähriges Jubiläum:
Vom 6. bis 8. Juli 2026 findet der internationale Kongress der ISPS (The International Society For Psychological And Social Approaches To Psychosis) „Back to the future inspired by pioneers“ an der Universität von Lausanne (Schweiz) statt. Vor 70 Jahren haben Gaetano Benedetti und Christian Müller mit der Gründung des ISPS entscheidende Pionierarbeit für die Psychosenpsychotherapie geleistet. Gerade heute scheint dieser Gründergeist besonders wichtig: wir benötigen den Zusammenhalt, um den Zusammenhalt psychosozialer Werte mit der Psychosenpsychotherapie zu stärken. Hauptvorträge werden von internationalen Forscher:innen und ErfahrungsexpertInnen in der Psychosenpsychotherapie gehalten, darunter Luc Ciompi, Patrick McGorry, John Read, Nev Jones. Vom DDPP wird Dorothea von Haebler als Vorsitzende einen der Hauptvorträge gestalten.
Das ausführliche Programm finden Sie hier:
21/09/2025
DDPP schreibt erstmals den „Rosengartenpreis“ aus
Um PsychosenPsychotherapie in ihrer Selbstverständlichkeit und Sichtbarkeit zu fördern, schreibt der DDPP den Rosengartenpreis für das Jahr 2026 aus.
Gefördert werden wissenschaftliche Arbeiten, Projekte oder Lebenswerke zur psychotherapeutischen Arbeit mit Menschen mit Psychosen mit einem Preisgeld von 3.000 Euro. Auch Publikationen aus anderen Sachgebieten als der Psychiatrie können eingereicht werden. Einreichungen werden bis zum 31.01.2026 angenommen.
Alle Informationen dazu finden Sie hier: https://www.ddpp.eu/reports/rosengartenpreis-ab-2026
27/08/2025
12.09.2025: Online-Webinar zum berufsbegleitenden MA Interdisziplinäre Psychosentherapie
Sie sind auf der Suche nach noch mehr Wissen in Ihrem Berufsalltag, auf der Suche nach einem Ort, an dem Sie Ihre Fragen stellen können, und Sie möchten Antworten in Ihre Arbeit mit Menschen mit Psychosen mitnehmen? Sie wünschen sich mehr Sicherheit und Beweglichkeit bei den Herausforderungen in Ihrem Tätigkeitsfeld?
Wir bieten spannenden Input und den passenden Werkzeugkasten für Ihre berufliche Praxis, inklusive Anwendung und Umsetzungshilfe für Ihre Arbeit mit Menschen mit Psychosen. Am 09. September 2025 von 12.00 – 13.00 Uhr haben Sie, die professionell mit Menschen mit Psychosen arbeiten, die Möglichkeit sich über den berufsbegleitenden Weiterbildungsmaster Interdisziplinäre Pychosentherapie im Online-Webinar der IPU Berlin zu informieren.
Versorgungspolitische Herausforderungen wie den zunehmenden Personalmangel zeigen die dringende Notwendigkeit, die Arbeit mit Menschen mit Psychosen, die oftmals individuell und strukturell herausfordernd erscheinen, in den Fokus zu rücken.
Hierfür vermittelt der MA Interdisziplinäre Psychosentherapie sowohl sektorenübergreifende Zusammenarbeit, Kooperation und fachlich gelingenden Austausch zwischen den verschiedenen Professionen, als auch gelebte und diskutierte Verbindung von Theorie und Praxis.
Im Webinar erhalten Sie Informationen über die Studieninhalte, Lehr- und Lernformen sowie einen exemplarischen Studienverlauf. Zudem bekommen Sie dort die Möglichkeit, per Chat Ihre Fragen zum Teilzeitstudiengang zu stellen. Geleitet wird das Webinar wird von Studiengangsleiterin Frau Prof. Dr. Dorothea von Haebler.
Der Studiengang findet unter Federführung der Internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin in Kooperation mit der Charité Universitätsmedizin Berlin, dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) statt.
Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.ipu-berlin.de/studium/ma-interdisziplinaere-psychosentherapie/
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