DGSF
Die DGSF ist ein Fachverband für Systemische Therapie, Beratung, Supervision, Mediation, Coaching und Organisationsentwicklung mit rund 9.000 Mitgliedern.
Die DGSF verbindet Menschen und Institutionen, die systemisch arbeiten. Mitglieder der DGSF sind PsychologInnen, SozialpädagogInnen und SozialarbeiterInnen, PädagogInnen und ÄrztInnen sowie Angehörige weiterer psychosozialer Berufsgruppen. Die Mitglieder haben sich für das systemische Arbeiten besonders qualifiziert. Außerdem sind Institutionen im Verband organisiert, die sich dem systemischen Denken und Arbeiten verpflichtet fühlen – darunter zahlreiche Institute mit systemischen Weiterbildungsangeboten. Die DGSF ist im September 2000 entstanden aus dem Zusammenschluss von DAF (Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Familientherapie, gegründet 1978) und DFS (Dachverband für Familientherapie und systemisches Arbeiten, gegründet 1987). Die DGSF ist als Verein beim Amtsgericht Köln eingetragen und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.
24/09/2026
Psychische Flexibilität stärken – mit Methoden der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT)
Am 19. November 2026 lädt die DGSF gemeinsam mit dem hisw zum Fachtag „Einführung in die Methoden der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT)“ mit Shirley Hartlage ein.
Die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) ist ein verhaltenstherapeutischer, transdiagnostischer Behandlungsansatz mit einem zentralen Ziel: psychische Flexibilität zu fördern. ACT unterstützt dabei, hinderliche Strategien zu erkennen und loszulassen, sich an persönlichen Werten zu orientieren und neue Handlungsspielräume zu erschließen.
Gerade hier ergeben sich spannende Verbindungen zum systemischen Ansatz: Wertebasiertes Handeln kann Bewegung in starre Prozesse bringen und neue Erfahrungen von Selbstwirksamkeit ermöglichen.
Im Fachtag vermittelt Shirley Hartlage die sechs Kernfähigkeiten der ACT. Neben theoretischen Impulsen stehen praktische Übungen, Selbstreflexion und gemeinsamer Austausch im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden lernen Interventionen kennen, die sich in Beratungskontexte integrieren lassen und Klient*innen dabei unterstützen können, selbst aktiv zu werden.
Und auch die eigene psychische Flexibilität kommt in den Blick: ACT-Kompetenzen können Berater*innen dabei unterstützen, ihre eigene Handlungsfähigkeit und Flexibilität im beruflichen Alltag zu bewahren.
Termin: 19. November 2026, 9:00 bis 17:45 Uhr
Kosten: 199 Euro (für DGSF-Mitglieder 179 Euro)
Anmeldung: https://www.hisw.de
Wir freuen uns auf einen praxisnahen Fachtag, neue Impulse und gemeinsames Lernen!
22/09/2026
Für alle langfristig Planenden kommt hier schon eine Ankündigung für 2027:
Hingeschaut! Gekommen um zu bleiben?!
Am 1. März 2027 findet von 10:00 bis 16:30 Uhr der 6. digitale Fachtag der Reihe „Hingeschaut!“ zu aufsuchenden Erziehungshilfen in Familien statt.
Im Mittelpunkt steht diesmal eine Frage, die Fach- und Leitungskräfte in diesem anspruchsvollen Arbeitsfeld unmittelbar betrifft:
Wofür lohnt es sich, in den aufsuchenden Erziehungshilfen zu kämpfen?
Fachkräfte begegnen Familien in Krisen und Unsicherheit – häufig dort, wo andere Unterstützungsangebote bereits an ihre Grenzen gestoßen sind. Veränderung braucht Zeit, Vertrauen muss wachsen und neue Handlungsmöglichkeiten müssen gemeinsam entwickelt werden.
Gleichzeitig entsprechen die Rahmenbedingungen vielerorts seit Langem nicht dem, was qualifizierte Hilfen benötigen. Trotzdem entscheiden sich viele Fach- und Leitungskräfte bewusst dafür, in diesem Arbeitsfeld zu bleiben.
Was macht diese Arbeit so bedeutsam? Was erhält Zuversicht, fachliche Lebendigkeit und Engagement? Und welche fachlichen und strukturellen Bedingungen braucht es, damit qualifizierte Arbeit auch zukünftig möglich bleibt?
Gemeinsam mit Wissenschaft und Praxis sowie Eltern und jungen Menschen mit Hilfeerfahrungen möchten wir genau hinschauen. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, wie sich einzelne Fach- und Leitungskräfte noch besser an schwierige Bedingungen anpassen können. Es geht darum, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, damit Menschen in diesem Arbeitsfeld gut arbeiten und bleiben können.
👉 Weitere Informationen & Anmeldung:
https://www.erklaerstudio.de/hingeschaut-2027
17/09/2026
Jetzt aktiv werden für eine bedarfsgerechte Kinder- und Jugendhilfe!
Der Kabinettsbeschluss zum 1. Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz (1. KJHSRG) ist erfolgt – nun steht das parlamentarische Verfahren bevor.
Aus Sicht der DGSF gibt es dabei erheblichen Änderungsbedarf.
Ein deutlicher Ausbau niedrigschwelliger, nicht stigmatisierender Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien im Sozialraum ist wichtig und wird von uns ausdrücklich begrüßt. Gleichzeitig muss der individuelle Bedarf eines Kindes, eines jungen Menschen und seiner Familie Grundlage der Hilfe bleiben.
Kritisch sehen wir deshalb insbesondere die vorgesehene Vorrangstellung von Infrastruktur- und Regelangeboten vor Hilfen zur Erziehung. Bevor beispielsweise eine Sozialpädagogische Familienhilfe oder andere individuelle Hilfen eingesetzt werden können, soll künftig geprüft und dokumentiert werden, ob Angebote im Sozialraum den Bedarf decken können.
Hinzu kommt: Für ambulante Erziehungshilfen fehlen weiterhin verbindliche Entgeltvereinbarungen und Möglichkeiten der Konfliktlösung über Schiedsstellen. Gleichzeitig sollen bei der Auswahl von Trägern Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit berücksichtigt werden. Für Träger, die mit qualifizierten Fachkräften arbeiten und diese leistungsgerecht bezahlen, kann das erhebliche Folgen haben.
Deshalb: Bringt eure Erfahrungen aus der Praxis jetzt in die politische Debatte ein! Wendet euch an eure Bundestagsabgeordneten und macht sichtbar, was die geplanten Änderungen für Kinder, Jugendliche, Familien, Fachkräfte und Träger bedeuten können.
👉 Die DGSF stellt dafür Postkarten bereit, die mit einem persönlichen Anschreiben per Mail an Abgeordnete verschickt werden können. Weitere Informationen und Anregungen findet ihr auf unserer Kampagnenseite:
https://dgsf.org/themen/Familien-Jugend-Sozialpolitisches/informationen-zur-sgb-viii-reform/kampagne-kjhsrg
15/09/2026
Kindeswohl muss Maßstab der Klimapolitik sein!
Kinder und Jugendliche sind von den gesundheitlichen und psychischen Folgen der Klimakrise besonders betroffen – obwohl sie am wenigsten zu ihr beitragen. Deshalb fordern 81 Organisationen aus Gesundheit, Kinder- und Jugendhilfe, Bildung und Zivilgesellschaft: Bund, Länder und Kommunen müssen das Kindeswohl konsequent zum Maßstab ihrer Klima- und Anpassungspolitik machen.
Auch die DGSF unterstützt das gemeinsame Positionspapier „Kindeswohl in der Klimakrise – achten, schützen, gewährleisten“. Darin stehen drei zentrale Forderungen im Mittelpunkt:
👉 Klimaschutz konsequent umsetzen.
👉 Klimaanpassung kindgerecht gestalten.
👉 Kinder und Jugendliche verbindlich beteiligen.
Konkret braucht es unter anderem Hitzeschutzkonzepte für Kitas und Schulen, gesunde und klimaresiliente Lebensräume sowie eine konsequente Berücksichtigung der Rechte junger Menschen bei klima- und umweltpolitischen Entscheidungen.
Das Positionspapier wurde in Kooperation mit der Schader-Stiftung und unter Einbeziehung von Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis erarbeitet. Gemeinsam mit 80 weiteren Organisationen macht die DGSF deutlich: Der Schutz und das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen müssen bei Klimaschutz und Klimaanpassung eine zentrale Rolle spielen!
👉 Das vollständige Positionspapier findet ihr hier:https://www.klimawandel-gesundheit.de/wp-content/uploads/2026/09/Kindeswohl_Klimakrise_Positionspapier.pdf
11/09/2026
📣 Letzter Aufruf: Anmeldungen sind noch möglich!
Wie können Organisationen zu Orten der Lebendigkeit werden – und nachhaltiges, sinnorientiertes und zukunftsfähiges Arbeiten ermöglichen?
Das DGSF-Netzwerk Klimaschutz lädt am 24. September 2026 zum Online-Fachabend „Die Regenerative Organisation – Unternehmen als Orte der Lebendigkeit gestalten“ mit Shirin Groß-Yachkaschi ein.
Die Organisationsberaterin gibt Einblicke in die regenerative Organisationsentwicklung und setzt Impulse für Führung, Zusammenarbeit und Transformationsprozesse. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen und soziale Organisationen so gestaltet werden können, dass sie sowohl den Menschen als auch einer lebenswerten Zukunft dienen. Neben fachlichem Input bietet der Abend Raum für Austausch und gemeinsame Perspektiven.
Termin: 24. September, 19:30 bis 21:30 Uhr
Ort: online via Zoom
Anmeldung: bis zum 17. September per E-Mail an [email protected]
Wir freuen uns auf einen inspirierenden Fachabend und den gemeinsamen Austausch!
09/09/2026
Am 12. September 2026 findet in Berlin eine Sterndemonstration gegen Kürzungen im Gesundheits- und Sozialbereich statt. Die Gruppe "Psychotherapie sichern Berlin-Brandenburg" unterstützt die Demonstration und organisiert einen eigenen Psychotherapie-Block. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am Pariser Platz.
Mit der Demonstration wollen die Veranstaltenden ein Zeichen gegen Kürzungen bei Gesundheitsversorgung und sozialer Teilhabe setzen. Anlass ist das beschlossene GKV-Spargesetz und die bevorstehende politische Beratung über die dazugehörigen Entschließungsanträge. Gemeinsam mit Hebammen, der Berliner Krankenhausgesellschaft, Gewerkschaften und weiteren Akteur*innen soll deutlich werden: Psychische und körperliche Gesundheit sowie gesellschaftliche Teilhabe dürfen nicht vom Rotstift abhängig sein.
Weitere Informationen zur Sterndemonstration gibt es online unter www.sterndemo.de.
08/09/2026
„Deine Geschichte ist nicht zu Ende."
Am 10. September ist Welttag der Suizidprävention. Jedes Jahr sterben in Deutschland über 10.000 Menschen durch Suizid. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch – mit Beziehungen, Erfahrungen und einer Geschichte, die weitergehen kann.
Unter dem Motto „Deine Geschichte ist nicht zu Ende“ macht eine bundesweite Kampagne auf Suizidalität und die Möglichkeiten der Prävention aufmerksam. Die DGSF schließt sich der Kampagne an und unterstützt ihr Anliegen: Suizid zu enttabuisieren, Wissen zu vermitteln, Vorurteile abzubauen sowie Betroffene und Angehörige zu stärken.
Mit Plakaten, Social-Media-Materialien, Podcast- und Radioelementen sowie Bausteinen für Printmedien können sich Beratungsstellen, Einrichtungen, Kommunen, Netzwerke und weitere Interessierte an der Kampagne beteiligen.
Alle Informationen und das Material zum Download gibt es hier: https://kampagne.welttag-suizidpraevention.de/
03/09/2026
Wie können wir auch in anspruchsvollen Beratungssituationen mit unseren eigenen Ressourcen verbunden bleiben und aus einer sicheren inneren Haltung heraus handeln?
Die Wirkung von Beratung hängt wesentlich davon ab, was wir selbst in den Momenten der Begegnung „sind“: von unserer inneren Gefühlslage und davon, was wir unwillkürlich über Stimme, Haltung und Sprache vermitteln. Umso wichtiger ist die Selbstzuwendung – und die Verbindung mit den eigenen Kompetenzen, Ressourcen und Sicherheiten.
Am 31. Oktober 2026 laden die DGSF und der Kölner Verein für systemische Beratung e.V. daher zu einem gemeinsamen Fachtag mit Christoph Kottmeier nach Köln ein.
Im Mittelpunkt des Fachtags stehen hypnosystemische Zugänge, mit denen die eigene Selbstorganisation und persönliche Präsenz gestärkt werden können. Die Teilnehmenden sind eingeladen, kraftgebende Erfahrungen zu aktivieren, sich mit Ressourcen für anspruchsvolle Kontexte zu verbinden und mit Embodiments den Zugang zu eigenen unwillkürlichen Wissensbeständen zu erkunden. Auch das Seitenmodell kommt zum Einsatz, um bislang vernachlässigten Anteilen Raum zu geben und Wege zu einer stimmigen Integration zu eröffnen.
Termin: Samstag, 31. Oktober 2026, 09:30–17:00 Uhr
Ort: Bürgerzentrum Engelshof, Köln
Teilnahmegebühr: 140 Euro (für DGSF-Mitglieder 125 Euro)
Anmeldung: https://www.koelner-verein.de/
Wir freuen uns auf einen inspirierenden Fachtag, gemeinsames Erleben und neue Zugänge zu den Ressourcen, die uns flexibel und stabil begleiten können.
02/09/2026
Wie gestaltet sich Stadtteilarbeit unter Bedingungen von Armut, Ausgrenzung und sozialen Herausforderungen? Bei einer Exkursion der Nationalen Armutskonferenz (NAK) nach Essen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Lebenslagen vor Ort und in die vielfältigen Ansätze der Stadtteilarbeit. Auch die DGSF-Fachgruppe Armut und System war, vertreten durch Lars Wiebke, beteiligt. Der stellv. Fachgruppensprecher hat hierzu einen Nachbericht verfasst.
https://dgsf.org/ueber-uns/gruppen/fachgruppen/armut/nak-exkursion
(Bild: Monja Ben Messaoud)
01/09/2026
Wie kann Kinderschutz über Professionen hinweg gelingen – und gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien gestaltet werden?
Am 26. und 27. November 2026 laden das Helm Stierlin Institut und die DGSF zu einer gemeinsamen Fachtagung nach Heidelberg ein.
Kinderschutz ist komplex und mehr als Multiprofessionalität. Unterschiedliche Kontexte, Logiken und Kulturen der beteiligten Helfersysteme treffen aufeinander – und können Missverständnisse, Irritationen und Konflikte erzeugen. Gleichzeitig sind Eltern, junge Menschen und Familien Expert*innen für ihre Lebenssituation und mögliche Lösungswege.
👉 Wie lassen sich herausfordernde Dynamiken besser verstehen?
👉 Wie können schwierige Kooperationssituationen konstruktiv gestaltet werden?
👉 Und was braucht es für eine starke multiprofessionelle Verantwortungsgemeinschaft im Kinderschutz?
Diesen und weiteren Fragen widmen wir uns an zwei Veranstaltungstagen mit Fachvorträgen von Sonja Bröning, Sabeth Eppinger, Reinhard Wiesner, Andrea Caby und Liane Simon sowie zahlreichen Workshops, Foren und einem Marktplatz für Begegnung, Austausch und gemeinsame Reflexion. Denn Probleme in der Zusammenarbeit lassen sich am besten gemeinsam bearbeiten – im Sinne der betroffenen Kinder, Jugendlichen und Familien.
Termin: 26.–27. November 2026
Ort: Heidelberg
Kosten: 249 Euro (DGSF-Mitglieder: 225 Euro)
Anmeldung: https://hsi-heidelberg.com/veranstaltung/fachtag-kooperation-im-kinderschutz-gemeinsam-dialogisch-systemisch
Seien Sie dabei und engagieren Sie sich mit für eine starke, interprofessionelle Gemeinschaft im Kinderschutz!
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