ZBBS e.V.

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Die ZBBS e.V setzt sich seit 1985 für die Rechte von Geflüchteten und Migrant*innen ein. Auf dieser Seite findet Ihr aktuelle Veranstaltungen.

30/09/2026

AVB – faire Asylverfahren ermöglichen

Die behördenunabhängige Asylverfahrensberatung (AVB) trägt zu fairen, rechtsstaatlichen und effizienten Asylverfahren bei. Wer das Verfahren, die eigenen Rechte und Pflichten versteht, kann besser mitwirken und Schutzgründe strukturierter vortragen. Auch die Evaluation des BAMF-Forschungszentrums hebt die positive Wirkung der individuellen Fallbegleitung hervor.

Gerade bei besonders vulnerablen Schutzsuchenden ist eine unabhängige und geschützte Beratung entscheidend. Über sensible Erfahrungen wie sexualisierte Gewalt, Verfolgung aufgrund der se****len Orientierung oder geschlechtlichen Identität sowie traumatische Erlebnisse zu sprechen, braucht Vertrauen.

Unsere Besondere Rechtsberatung berät Menschen aus ganz Schleswig-Holstein, die aufgrund ihrer se****len Orientierung und/oder geschlechtlichen Identität verfolgt werden, sowie psychisch erkrankte und durch Gewalterfahrungen traumatisierte Geflüchtete in allen Phasen des Asylverfahrens.

Traumafolgestörungen können dazu führen, dass Betroffene ihre Fluchtgründe nur fragmentarisch, widersprüchlich oder zunächst gar nicht schildern können. Auch queere Schutzsuchende sprechen in unserer Beratung teilweise zum ersten Mal über ihre se****le Orientierung oder geschlechtliche Identität. Häufig sind mehrere Gespräche notwendig, bis Ratsuchende sich darauf vorbereitet fühlen, ihre Fluchtgeschichte beim BAMF vorzutragen.

Ohne spezialisierte und traumasensible Beratung besteht die Gefahr, dass schutzrelevante Tatsachen nicht erkannt oder Aussagen als unglaubwürdig bewertet werden.

Umso alarmierender ist der Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027: Für die AVB sind nur 5 Mio. Euro vorgesehen – rund 80 % weniger. Mindestens die 24,5 Mio. Euro aus 2026 müssen erhalten bleiben; für einen bedarfsgerechten, flächendeckenden Ausbau sind weiterhin 40 Mio. Euro erforderlich.

Die Besondere Rechtsberatung erhöht die Chancen besonders vulnerabler Schutzsuchender auf ein faires Asylverfahren erheblich und darf daher nicht gekürzt werden!

Photos from ZBBS e.V.'s post 29/09/2026

Was macht eigentlich die MBE?

Die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) unterstützt Menschen mit Einwanderungsgeschichte dabei, sich in Deutschland zu orientieren und ihren Alltag selbstständig zu gestalten.

Dabei geht es um ganz unterschiedliche Fragen und Lebensbereiche:

🔹 Wir geben Erstorientierung und Informationen und klären gemeinsam, welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

🔹 Wir vermitteln zu passenden Integrationskursen und begleiten Ratsuchende vor, während und nach dem Kurs.

🔹 Wir stellen Kontakt zu den zuständigen Behörden her und unterstützen bei Fragen rund um den Aufenthalt.

🔹 Wir beraten und unterstützen bei der Familienzusammenführung.

🔹 Wir helfen dabei, passende Kinderbetreuungs- und schulische Angebote zu finden.

Dabei arbeitet die MBE nicht allein. Gute Beratung bedeutet auch, die richtigen Stellen zu kennen und Menschen gezielt weitervermitteln zu können.

Deshalb sind wir eng mit den kommunalen Regeldiensten und zahlreichen Netzwerkpartner*innen vor Ort verbunden – unter anderem mit Sprach- und Integrationskursen, Jobcenter und Agentur für Arbeit, Sozialamt, BAMF, Schulen und Kitas, Beratungsstellen, psychosozialen Angeboten, Rechtsanwält*innen und weiteren Fachdiensten.

So entsteht ein Netzwerk, das Ratsuchenden Zugänge eröffnet und Unterstützung dort ermöglicht, wo sie gebraucht wird.

Orientierung geben. Zugänge eröffnen. Unterstützen und vermitteln. Vernetzen vor Ort.

Dafür braucht es eine verlässlich finanzierte Migrationsberatung und stabile Strukturen.

28/09/2026

Wirkungsvolle Beratung braucht verlässliche Rahmenbedingungen – keine Kürzungen!

Zum Auftakt der Aktionswoche für die bundesgeförderten Beratungsangebote machen wir gemeinsam auf die Bedeutung von MBE und AVB aufmerksam – und auf die Folgen der geplanten Kürzungen.

Die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) ist seit mehr als 20 Jahren ein wichtiger Bestandteil der Integrationsarbeit. Sie unterstützt Menschen mit Einwanderungsgeschichte dabei, sich in Deutschland zu orientieren und Zugänge zu Sprache, Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe zu finden. Gleichzeitig arbeitet sie eng mit Kommunen, Regeldiensten und Behörden zusammen.

2026 wird die MBE mit 77,5 Mio. Euro gefördert. Steigende Personal- und Sachkosten bedeuten jedoch, dass gleichbleibende Mittel real weniger Beratung ermöglichen. Um die bestehende Beratungsstruktur 2027 zu erhalten, werden mindestens 85,3 Mio. Euro benötigt.

Auch die behördenunabhängige Asylverfahrensberatung (AVB) ist gefährdet. Sie trägt dazu bei, dass Schutzsuchende das Asylverfahren, ihre Rechte und Pflichten verstehen und ihre Schutzgründe vorbringen können. Gerade bei sensiblen Erfahrungen braucht es dafür ein unabhängiges und geschütztes Beratungsverhältnis.

Besonders drastisch sind hier die geplanten Einschnitte: Der Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 sieht für die AVB nur noch 5 Mio. Euro statt 24,5 Mio. Euro im Jahr 2026 vor – ein Rückgang um rund 80 Prozent.

Für ein bundesweit zugängliches Beratungsangebot müssen mindestens die bisherigen 24,5 Mio. Euro erhalten bleiben. Für einen bedarfsgerechten und flächendeckenden Ausbau sind weiterhin 40 Mio. Euro erforderlich.

MBE und AVB schaffen Orientierung, ermöglichen Teilhabe und unterstützen Menschen in entscheidenden Lebenssituationen. Wirkungsvolle Beratung braucht verlässliche Rahmenbedingungen.

Keine Kürzungen bei MBE und AVB!

22/09/2026

Ich packe meinen Koffer und nehme mit, 2026

Künstlerische Intervention im öffentlichen Raum Folienbeschriftung auf Plexiglas Kiellinie

Am 25. September um 16:30 Uhr wird an der Kiellinie die Kunstinstallation „Ich packe meinen Koffer …“ eröffnet. – ein künstlerisches Projekt über Flucht, Verlust und Erinnerung.

Ein Koffer kann vieles aufnehmen: Dinge, die wichtig sind, Erinnerungen, Bilder, Gerüche, Namen, Geschichten. Auf der Flucht wird er zu einem Begleiter zwischen dem, was zurückbleibt, und dem, was für einen Neubeginn wichtig ist. Das Projekt gibt diesen Erfahrungen Raum und macht sie öffentlichen sichtbar.

Im Rahmen eines Workshops am 14.08. entstanden gemeinsam mit Menschen mit Fluchterfahrungen Begriffe, die davon erzählen, was Menschen auf der Flucht mitnehmen und zurücklassen müssen – materiell und immateriell. Die Worte werden entlang der Kiellinie vier Wochen zu lesen sein.[...]

Dabei verbindet „Ich packe meinen Koffer …” die Erinnerungen an Flucht, Verfolgung und Verlust während des Nationalsozialismus mit den Erfahrungen von Menschen, die heute fliehen müssen. Historische Ereignisse und gegenwärtige Erfahrungen treten miteinander in Beziehung und machen sichtbar, dass Fragen von Flucht, Ausgrenzung und Diskriminierung nicht nur Teil der Geschichte sind, sondern auch unsere Gegenwart berühren.

Die Eröffnung wird vom Kieler Oberbürgermeister Samet Yilmaz mit einem Grußwort begleitet. Eine kurze Leseinszenierung mit der Schauspielerin Ellen Dorn und der Autorin Aziza Khoshnaseeb eröffnet einen weiteren Zugang zu den Themen des Projekts. Anschließend lädt die Künstlerin Ute Diez dazu ein, die Installation gemeinsam zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen!

Eröffnung: 25. September, 16:30 Uhr Ort: Kiellinie, Treppen zum Landtag Laufzeit der Installation: 25. September bis 23. Oktober

Das Projekt wird in Kooperation von der ZBBS, dem Flüchtlingsrat SH, der Heinrich-Böll-Stiftung SH und der Bühne für Demokratie des Theater Kiel durchgeführt.

21/09/2026

Der nächste Einbürgerungstest findet am 11.12.2026 (18 Uhr) in der ZBBS e.V. (Kiel) statt!
Es gibt noch freie Plätze!

Die Teilnahme kostet 25€.

Die Anmeldung muss persönlich bei Frau Cemanovic/Frau Wuhnsen erfolgen (Sophienblatt 64a, 24114 Kiel / Mo-Do, 8-15 Uhr).

Zur Anmeldung bitte einen gültigen Ausweis und 25€ in bar mitbringen!

! Der Test beinhaltet keinen Vorbereitungskurs !

20/09/2026

Die Teilnehmenden im Informatik-Kurs starten mit ihrer Projektarbeit

Die Abschlussprüfungen im ersten Informatik-Kurs des Projekts "KBI - KompetenzBildung Informatik" sind geschafft! Zum Abschluss des Kurses erstellen die Teilnehmenden in den nächsten 4 Wochen in kleinen Teams von 2 - 3 Personen eine Projektarbeit.

Am 17.09., dem ersten Tag der Projektarbeit, wählten die Teams sich ein Thema aus, begannen mit der Planung der grafischen Oberfläche und der zu erstellenden Datenbank.

Am 20.10. werden die Teilnehmenden dann ihre Webanwendungen in einer von ihnen selbst erstellten Präsentation vorstellen. Bis dahin liegt noch eine Menge spannende Arbeit vor ihnen, in der sie die im Kurs erworbenen Kenntnisse einbringen und erweitern können!

Der nächste Kurs startet am 16. November und geht bis April 2027. Das KBI-Team beginnt jetzt mit der Auswahl der Teilnehmenden für den neuen Kurs. Bei Interesse an einer Teilnahme kann man sich gerne noch anmelden über https://eveeno.com/Informatik-fuer-Gefluechtete . Das Team nimmt dann Kontakt auf und lädt zu einem Probe-Unterricht ein.

Teilnehmen können Geflüchtete und Zugewanderte aus ganz Schleswig-Holstein mit B1-Niveau und guten Kenntnissen im Umgang mit dem Computer. Vorkenntnisse in der Informatik sind nicht erforderlich! Der Kurs ist für die Teilnehmenden kostenfrei, Laptops werden gestellt, Fahrtkosten können bei Bedarf übernommen werden. Weitere Informationen unter https://www.zbbs-sh.de/mitmachen/kbi-kompetenzbildung-informatik/

01/09/2026

**Verpasste Chance bei der Bezahlkarte**

In einer aktuellen **Pressemitteilung kritisiert der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein die schwarz-grüne Landesregierung** für ihre Entscheidung gegen eine Opt-Out-Option bei der Bezahlkarte. Die ZBBS teilt diese Kritik ausdrücklich und bedauert, dass damit eine Chance auf eine humanere und diskriminierungsfreiere Lösung vertan wurde.

Eine Opt-Out-Regelung hätte den Kommunen ermöglicht, selbst zu entscheiden, ob sie die Bezahlkarte einführen. Dass dies durchaus genutzt wird, zeigt Nordrhein-Westfalen: Dort hat sich mehr als die Hälfte der Kommunen gegen die Einführung entschieden.

Statt an einer diskriminierenden Bezahlkarte festzuhalten, braucht es eine **diskriminierungsfreie, niedrigschwellige und verwaltungsarme Auszahlung von Sozialleistungen**. Ein Basiskonto wäre dafür die deutlich bessere Lösung.

Die der Bezahlkarte zugrundeliegende Begründung, dass Überweisungen an Schleuser und ins Ausland verhindert werden sollen, ist nach wie vor aus der Luft gegriffen, entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage und ist nichts weiter als realitätsferne Symbolpolitik auf dem Rücken von Schutzsuchenden. Die Bezahlkarte sollte daher so schnell wie möglich abgeschafft werden. Die Bezahlkarte schafft stattdessen zusätzliche Hürden für Schutzsuchende und erheblichen Mehraufwand für Betroffene, Beratungsstellen und Sozialbehörden.

Wir bedauern sehr, dass die Landesregierung diese Chance nicht genutzt hat.

Die **vollständige Pressemitteilung des Flüchtlingsrats Schleswig-Holstein** mit allen Hintergründen und Forderungen findet ihr auf www.frsh.de oder www.zbbs-sh.de

13/08/2026

Jetzt anmelden – Kursstart im August und September!

Wir starten neue A1-Kurse am Vormittag oder Nachmittag, mit oder ohne Berechtigung zur Teilnahme an einem Integrationskurs.

Melden Sie sich bei Frau Wuhnsen im Sophienblatt 64a, 1. Etage, an (Mo–Do, 9–15 Uhr) oder schreiben Sie eine E-Mail an [email protected]

05/08/2026

Der nächste Einbürgerungstest findet am 25.09.26 (18 Uhr) in der ZBBS e.V. (Kiel) statt!
Es gibt noch freie Plätze!

Die Teilnahme kostet 25€.

Die Anmeldung muss persönlich bei Frau Cemanovic/Frau Wuhnsen erfolgen (Sophienblatt 64a, 24114 Kiel / Mo-Do, 8-15 Uhr).

! Der Test beinhaltet keinen Vorbereitungskurs !

28/07/2026

Online Befragung für Geflüchtete aus der Ukraine

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beabsichtigt, das Hilfeportal "Germany4Ukraine" einschließlich des Online-Lotsen weiterzuentwickeln.
Hierfür soll eine umfassende Evaluation der Bekanntheit und der Nutzerfreundlichkeit des Portals sowie der Erwartungen an das Angebot durchgeführt werden.
Ziel ist es, Stärken des bestehenden Auftritts ebenso wie Schwachstellen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten, um die Zahl der Nutzenden sowie deren Zufriedenheit zu erhöhen.

Zu diesem Zweck soll eine Online-Befragung unter Geflüchteten durchgeführt werden. Die Grundgesamtheit der Erhebung umfasst in Deutschland lebende Geflüchtete aus der Ukraine ab 16 Jahren.
Dabei ist es unerheblich, ob das Hilfeportal „Germany4Ukraine“ bereits bekannt ist oder schon genutzt wurde.

Die Befragung finden Sie unter folgendem Link:
https://germany4ukraine.umfrage.digital/

Wir freuen uns, wenn der Link an Betroffene Menschen weitergeleitet wird

Vielen Dank!

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Adresse


Sophienblatt 64a
Kiel
24114

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 13:00
Dienstag 09:00 - 13:00
Mittwoch 09:00 - 13:00
Donnerstag 09:00 - 13:00

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