Edi m.

Edi m.

Teilen

The Boho Jungle - Nürnbergs kleinster Stadtdschungel ohne Konzept �bald neue Infos�

Photos from Edi m.'s post 24/09/2026

Heute vor 15 Jahren traf ich edi zum ersten Mal. Was eigentlich nur als kleiner gemeinsamer Moment geplant war, wurde zu 10 gemeinsamen Jahren mit der besten Hundeseele der Welt.
Dieses zarte Wesen auf den letzten drei Slides ist der Grund, warum ich mit der Schulbegleitung angefangen habe.
edi hat nicht nur mich durch einige meiner wahrhaft schwersten Stürme getragen – durch Zeiten, in denen ich dachte, ich würde nie wieder herausfinden. Sie schenkte auch so vielen anderen Menschen Mut, Ruhe und Kraft.
Durch sie begann ich mich intensiver mit dem Thema Therapiehund zu beschäftigen und damit, was Tiere Kindern geben können. Wie sie Brücken bauen, Sicherheit schenken, Nähe ermöglichen und manchmal genau dort helfen, wo Worte nicht mehr weiterkommen.
Um erste Berührungspunkte mit besonderen Kindern zu bekommen und gleichzeitig unseren damaligen Laden finanziell ein wenig zu entlasten, begann ich 2018 mit der Schulbegleitung. Und zwei meiner damaligen Schützlinge durften edi kennenlernen.
Wie stolz sie waren, mit meinem Hund rennen zu dürfen. Und wie unglaublich liebevoll und ruhig edi mit ihnen war…
Als mein erstes Wölfchen starb, war für mich deshalb klar: Jetzt bilde ich einen Therapiehund aus. Ich wollte meine Arbeit mit Kindern noch weiter mit dem verbinden, was edi mir gezeigt hatte.
Dann kam mein Wolfinger in mein Leben.
Und ich kam an die Schule, an der ich nun seit bald vier Jahren arbeite.
Schon bald wurde mir klar: Für Noki wäre es nicht fair, ein Therapiehund zu werden. Und auch meine Kids, die ich mittlerweile begleiten darf, hätten wahrscheinlich eher eine kleine, vorsichtige edi gebraucht als diesen Rüpelwolf.
Dennoch bin ich gespannt, ob Noki meinen Schützling, den ich bald außerhalb der Schule betreuen darf, kennenlernen wird und wie die beiden aufeinander reagieren werden.

Heute weiß ich jedenfalls: Ohne edi wäre ich wahrscheinlich nie dort gelandet, wo ich heute bin.
Sie hat mir nicht nur gezeigt, wie besonders die Verbindung zwischen Mensch, Tier und Kind sein kann. Sie hat mich – ohne dass ich es damals wusste – auf den Weg zu dem Beruf gebracht, in den ich gehöre.
Und dafür werde ich ihr für immer dankbar sein 🤍

11/09/2026

Ich sitze da.
In ländlicher Ruhe. Hinter mir kräht ein Hahn, in der Ferne läuft eine Maschine.
Der Ausblick ist wunderschön und macht mich ein wenig wehmütig, denn die Sommerferien neigen sich dem Ende.

Ich sitze da.
Und da trifft es mich, denn nach diesen Ferien wird wieder alles anders sein. Ich bringe mein Kind nicht wie gewohnt zum Kindergarten… Nein, ich bringe sie ab Dienstag in die Schule…wtf?! Und während viele andere Eltern vor Stolz platzen, zieht sich bei mir in der Magengrube alles zusammen…Große Veränderungen sind einfach Endgegner. Und während meine Freundin immer „Ängste sind keine guten Beraterinnen“ zu mir sagt, höre ich deren Stimmen lauter als alles andere…
Wird sie sich dort wohlfühlen?
Wird sie schnell FreundInnen finden?
Wird sie eine tolle, empathische Lehrkraft bekommen?
Was, wenn Schule sie „brechen“ wird?
Wie werde ich den Tag neu strukturieren?
Wie soll das gehen, wenn sie um 7.45 Uhr erst in die Schule kann, ich aber um 8.00 Uhr bereits in meiner Klasse sein muss?
Wie komme ich derzeit überhaupt zur Arbeit, sind die direkten Wege doch durch Baustellen gerade komplett gesperrt… selbst für Räder?
Ich denke an meine Klasse…verschnaufe kurz…ach mein Team ist cool, die wissen ja, dass die ersten Tage vielleicht Wochen holprig werden… dann trifft es mich kurz… ah nee, mein Team ist ja auch nicht mehr komplett das alte… und dieser fiese kleine Kopf, zeigte er mir die letzten Wochen doch immer das Bild meiner Klasse wie sie war als wir in der Ersten waren, wenn ich an sie dachte… zeigte mir wie mein 🥨inger zwischen uns sitzt und so spüre ich wie meine nicht sonderlich guten Beraterinnen näher rücken und mir zuflüstern: „Veränderungen im Team und all deine Emotionen und all deine Trauer, die du zur Seite geschoben hast, das Neue, Unbekannte…sie sind da und warten auf dich.“
Ich sitze da.
In ländlicher Ruhe…

31/07/2026

„A heart is a heavy burden“, sagt Sophie zu Hauru, als er sein Herz zurückbekommt und sich plötzlich unglaublich schwer fühlt.

Und schwer war mein Herz in diesem (Schul-)Jahr oft. Das erste Schuljahr ohne dich, mein Großer 🥨 – so viele Momente und Erlebnisse, die ich mit dir hätte erleben sollen.

„Du musst loslassen. Und lass diese Kinder nicht immer so nah an dich ran. Grenze dich emotional mehr ab“, wird mir ab und an gesagt.

Aber wie könnte ich jemals mit weniger Herz dabei sein? Wie könnte ich nicht – wie Sophie, die Hauru und Calcifer in „Das wandelnde Schloss“ mit bedingungsloser Wertschätzung begegnet – genau diese Wertschätzung auch meinen Schützlingen entgegenbringen?

Ich fühle mich lieber ab und an unendlich schwer, als dass ich jemals aufhöre, für andere zu brennen. Als dass ich mit weniger Gefühl bei der Arbeit mit meinen Kids bin.

Und so endet ein weiteres Schuljahr.

Und ja, auch heute fühlt sich mein Herz, trotz riesiger Freude auf die freie Zeit, ein wenig schwer an. Denn diese Sommerferien läuten das letzte Schuljahr mit dieser Klasse ein. Nun sind sie Viertklässler. Und während ich verdammt stolz auf sie bin, behalte ich gleichzeitig im Hinterkopf, dass vor uns ein letztes Schuljahr liegt – großartig, voller Abenteuer, Wachstum und ganz vielen Erinnerungen, bevor sie dann weiterziehen dürfen.

Vielen Dank, liebe Susi , für meine immerwährende Erinnerung daran, dass ich zwar auf mein Herz aufpassen muss, es aber trotzdem immer wieder an diese Kids verlieren darf – und werde. 🧡

schulbegleiterin herzensarbeit abschied sommerferien

22/05/2026

Ferienbeginn…endlich…
Vor ziemlich genau einem Jahr begannen auch die Pfingstferien und vor ziemlich genau einem Jahr brachte ich dich nach dem Unterricht raus zu deiner Mama. Während ich dir beim Anziehen half sage ich dir: „Ich bin so stolz auf dich, mein Großer. Wir sehen uns nach den Ferien und ich freu mich jetzt schon auf dich.“
Ein kurzer Drücker und ihr gingt.
Hätte ich damals gewusst, dass es das letzte Mal sein wird, dass ich dich sehe, dass es ein letztes Mal „wir“ sein wird, dann hätte ich dir so viel mehr gesagt.
Ich hätte dir gesagt, dass du für mich ebenso ein Halt gewesen bist, wie ich für dich. Ich hätte dir gesagt, dass du jeden Tag für mich besser gemacht hast. Dass ich verdammt viel von dir lernen durfte. Dass dein Lachen mit das beste überhaupt war. Dass ich gerne so viel mehr Zeit mit dir verbracht hätte, hätte dir auch gesagt, dass deine Umarmungen und deine Stimminglaute auch mich runterfahren ließen.
Ich war und bin stolz darauf, dass du mich als Vertraute wähltest.
So sitze ich heute natürlich in einem gelben Kleid auf der Nestschaukel auf der wir gemeinsam so viel Zeit verbracht haben und hoffe sehr du wusstest all das…🥨

23/04/2026

Mit nun 40 dachte eigentlich, ich wäre beruflich dort angekommen, wo ich hingehöre. Und jetzt? Steuere ich irgendwie ungewollt wieder auf Existenzängste zu…
Seit 2018 begleite ich Kinder mit Behinderungen in die Schule. Ich habe gesehen, wie sie über sich hinauswachsen – und wie sie kämpfen. Ich habe sie aufgefangen, gestärkt und irgendwann weiterziehen lassen.

Ich äußere mich normalerweise nicht politisch. Aber jetzt halte ich es für notwendig.

Existenzängste…Nicht, weil ich meine Arbeit nicht gut mache oder sie mir nicht mehr gefällt. Sondern weil politische Entscheidungen getroffen werden, die Menschen wie uns offenbar nicht sehen. Oder schlimmer: nur als dringend zu beseitigenden Kostenfaktor.

Wenn bei der Eingliederungshilfe gekürzt wird, trifft das nicht „nur“ ein Kind. Es trifft Familien. Es trifft Schulen/Einrichtungen. Es trifft uns Schulbegleiter*innen – und unsere Familien.

Denn was oft ausgeblendet wird:
Wenn Unterstützung wegfällt, verlieren Schulbegleitungen ihre Jobs. Eltern müssen ihre Arbeitszeit reduzieren oder ganz aufgeben, um ihre Kinder zu betreuen. Und Arbeitslosigkeit ist teuer – für uns alle.

Was hier auf dem Papier wie eine Einsparung aussieht, hat reale Konsequenzen:
Kinder verlieren Teilhabe. Familien geraten unter Druck. Existenzen stehen auf dem Spiel. Und am Ende entstehen höhere Kosten für die Gesellschaft, als vermeintlich eingespart wurden.

Ich schreibe das nicht, um zu jammern. Sondern weil ich nicht mehr still sein will.

Teilhabe ist kein Luxus.
Unterstützung ist kein Extra.
Und Menschen sind keine Kostenstellen.

In meiner Bio findet ihr den Link zur Petition um besagte Kürzungen zu verhindern und es würde mich nicht nur unwahrscheinlich freuen, wenn ihr sie unterzeichnet, es ist wirklich dringend nötig 🙏🏼😮‍💨


Menschenwürde

Wollen Sie Ihr Service zum Top-Kleidungsgeschäft in Nürnberg machen?
Klicken Sie hier, um Ihren Gesponserten Eintrag zu erhalten.

Kategorie

Adresse


ReutersbrunnenStr. 42
Nuremberg
90429

Öffnungszeiten

Freitag 15:00 - 18:00
Samstag 11:00 - 15:00

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Edi m. erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Abonnieren

Wir werden Sie benachrichtigen, wenn in Nürnberg etwas passiert.