LeaCo Lab
Leadership Coaching Lab mit Martina Grünewald-Ernst
Herzlich willkommen bei LeaCo Lab, dem Leadership Coaching Lab von Martina Grünewald-Ernst! Hier erfahren Sie, wie Sie das Maximum aus sich, Ihren Neuronen und Ihrem Unternehmen herausholen - durch Vorträge, Keynotes, Seminare und Coachings in den Bereichen Führung, Verkauf und Kommunikation. Sie bekommen innovative Intensivtrainings auf Basis neuster neurowissenschaftlicher Erkenntnisse für erfolgreiches Lernen, Vertiefung und Verankerung. Geben Sie Ihrer inneren Führungskraft die Chance, zu erblühen! Mit 28 Jahren Erfahrung als Unternehmerin, Psychologin und Neurowissenschaftlerin biete ich Programme, die auf fundierter Forschung basieren und Tausenden von Menschen geholfen haben, persönlich und beruflich zu wachsen. Nutzen Sie die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung, um Ihre Führungsfähigkeiten zu optimieren.
30/08/2026
Es gibt einen Film, der mich seit Jahren begleitet. „Zehn Hoch" von Charles und Ray Eames. Neun Minuten. Kein Drama, keine Handlung. Nur Maßstäbe. Physik und Chemie.
Der Film beginnt bei einem Menschen, der auf einer Wiese liegt, und zieht sich in Zehnerpotenzen nach außen bis an den Rand des beobachtbaren Universums. Dann kehrt er zurück. Tiefer. Bis in die Quarks.
Was mich daran jedes Mal trifft: Wir existieren gleichzeitig auf all diesen Ebenen, nehmen davon aber meistens genau eine wahr. Die gewohnte.
Das ist keine philosophische Randnotiz, sondern das Kernproblem in der Führungspraxis.
Bewusstes Handeln fühlt sich oft schwerer an als das, was automatisch kommt. Nicht weil wir zu wenig wissen, sondern weil die gewohnten Denk- und Wahrnehmungsmuster schneller sind als jede bewusste Absicht. Sie laufen, bevor wir entschieden haben. Das Leitmotiv, das sich im dritten Lebensjahr verankert hat, steuert noch mit 45, wenn der Druck steigt und die Zeit knapp ist.
Genau dort setzt die LeaCo Academy Arbeit an: bisher getroffene und treibende Entscheidungen, und das, was ihnen vorausgeht. Die Arbeit am Leitmotiv ist keine Selbstoptimierung im üblichen Sinn. Sie verändert den Maßstab, aus dem heraus Sie überhaupt wahrnehmen, bewerten und handeln.
Wer einmal erlebt hat, wie sich ein gewohntes Muster in Bewegung setzt, versteht vielleicht, was Eames mit ihrem Film andeuten: Perspektive ist keine Frage des Wissens, sondern eine Frage des Zugangs. Und welche Möglichkeiten und Ergebnisse ich daraus ab jetzt baue.
Allein dafür lohnt sich der Peak State Practitioner.
Was José Mourinho über Führung verrät, ohne ein Wort darüber zu sagen.
Ich bin gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt, und mit der wohltuenden Stille bin ich quasi auf dem Rückweg über eine Frage gestolpert, die mich zuverlässig wiederkehrend beschäftigt: Warum handelt jemand, der taktisch zu den klügsten Köpfen seines Fachs gehört, in bestimmten Momenten so, als hätte er all dieses Wissen nie gehabt?
Mourinho ist analytisch präzise. Strategisch durchdacht. Und dennoch: immer wieder dieselben Eskalationen, dieselben öffentlichen Konfrontationen, die strategisch keinen Sinn ergeben. Reaktion statt Haltung. Tunnel.
Kein Wissensdefizit. Kein Talentproblem.
Die Neurowissenschaft hat eine klare Antwort darauf, und ich kenne das Muster aus eigener Erfahrung gut genug, um zu verstehen, warum sie stimmt: Unter akutem Stress übernimmt der präfrontale Kortex, der Teil des Gehirns, der für strategisches Denken und Impulskontrolle zuständig ist, eine deutlich reduzierte Rolle. Was bleibt, sind tief verankerte neuronale Muster. Automatismen. Die innere Logik des Systems setzt sich durch, ob wir das wollen oder nicht.
Bei mir zieht sich in Hochdruckphasen die Sprache zurück. Sätze bleiben unvollständig. Antworten werden kürzer, noch bevor der Gedanke vollständig geformt ist. Das System entscheidet schneller, als ich es bewusst steuern kann. In der Forschung nennen wir das „State-dependent behavior": Verhalten, das nicht der Absicht folgt, sondern dem Zustand, aus dem heraus eine Person wahrnimmt, Millisekunden bevor eine Entscheidung bewusst getroffen wird.
Veränderung entsteht nicht durch Wissen. Sie entsteht durch die Arbeit an den subkortikalen Strukturen, die dem Verhalten vorausgehen. Neuroplastizität ist real, aber sie erfordert Arbeit, die dort ansetzt, wo Verhalten tatsächlich entsteht. Messbar in der Qualität und Quantität eines Gedankens, der dem Verhalten vorausgeht und dem Gefühl, das er erzeugt.
Zwischen Reaktion und Entscheidung liegt ein schmaler Raum. Dort entsteht Wirkung.
In diesen Raum gehen wir im Peak State Practitioner hinein. Dort wartet der Fahrersitz.
Ein konkreter Ansatzpunkt, den ich selbst nutze: Benennen Sie Ihr persönliches Stressmuster so präzise wie möglich. Nicht „ich reagiere impulsiv", sondern: Was war der Auslöser, der Gedanke? Was genau verändert sich? Die Sprache? Die Körperhaltung? Die Entscheidungsgeschwindigkeit? Je präziser Sie das Muster kennen, desto früher erkennen Sie den Moment, in dem Ihr System übernimmt, und desto realer wird der Zugriff auf den Raum davor.
Bewusste Selbstführung beginnt nicht mit Disziplin. Sie beginnt mit Präzision.
Ich freue mich, mit frischem Blick wieder in den Austausch zu gehen: Was beschäftigt dich gerade in deiner Führungsarbeit?
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