DJR e. V.
Die DJR e.V.
fördert als gemeinnütziger Verein seit mehr als 20 Jahren den kulturellen Austausch, die Integration und die persönliche Entwicklung junger Menschen.
26/08/2026
24/08/2026
Wir heißen alle herzlich willkommen zu unserem Fußballturnier „Traditionscup Gold-Blau“, das gemeinsam von SV Gold-Blau und DJR veranstaltet wird.
📅 3. Oktober 2026
⏰ Beginn: 10:00 Uhr
📍 Bezirkssportanlage Haunstetten
Unterer Talweg 100, 86179 Augsburg
Ihr könnt sowohl als Mannschaft teilnehmen als auch eure Familie und Freunde unterstützen und gemeinsam einen schönen Sporttag erleben.
Wir freuen uns auf viele Teilnehmer, Zuschauer und einen tollen Fußballtag! ⚽️
📞 Fragen: 0176 55200818 – Nikolaj
📧 Anmeldung: [email protected]
03/08/2026
Wenn Türen mehr öffnen als Räume
Es gibt Begegnungen, die beginnen mit einem Händedruck und enden mit einer Idee. Und es gibt Begegnungen, die weit darüber hinausreichen. Als Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl gemeinsam mit seinem Büroleiter Dr. Jan Peter Grevel die Geschäftsstelle der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland Baden-Württemberg und der Deutschen Jugend aus Russland in Stuttgart besuchte, ging es nicht um Höflichkeitsbesuche oder protokollarische Fotos. Es ging um Erinnerungen, Verantwortung und Zukunft.
Die Geschichte der Russlanddeutschen ist ohne den christlichen Glauben kaum zu verstehen. Er war es, der Generationen von Deutschen im Russischen Reich und später in der Sowjetunion Orientierung gab. Er trug durch Deportation, Arbeitslager und jahrzehntelange Entrechtung. Vieles wurde genommen – Heimat, Eigentum, Sprache, oft sogar die Familie. Was blieb, war häufig der Glaube. Er wurde zur letzten Zuflucht und zur stärksten Kraft des Zusammenhalts.
Genau dort setzte das Gespräch an.
Ein gemeinsames Ausstellungsprojekt mit dem Arbeitstitel „Russlanddeutsche – wenn nur der Glaube stärkt“ soll diese bislang wenig bekannte Facette der Geschichte sichtbar machen. Die geplante Wanderausstellung möchte zeigen, wie evangelische und freikirchliche Gemeinden ihren Glauben selbst unter den Bedingungen von Verfolgung und Verbannung bewahrten und wie dieser Glaube bis heute das Selbstverständnis vieler Familien prägt.
Doch Erinnerung braucht nicht nur Ideen, sondern auch einen Ort. Deshalb wurde ebenso über die Zukunft des Archivs und eines Kulturzentrums der Deutschen aus Russland gesprochen. Dokumente, Fotografien und persönliche Nachlässe sind weit mehr als historische Quellen – sie sind das Gedächtnis einer Volksgruppe, deren Geschichte in Deutschland noch immer viel zu selten erzählt wird.
Ein weiteres Thema war die Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Kirche und der Landsmannschaft. Im Mittelpunkt stand die Frage einer Vertretung der Evangelischen Kirche in Deutschland im Beirat der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Ein solcher Schritt würde den seit Jahrzehnten bestehenden Dialog vertiefen und zugleich die historische Verbundenheit zwischen Kirche und den Deutschen aus Russland sichtbar unterstreichen.
Am Ende blieb der Eindruck, dass manche Gespräche leiser sind als öffentliche Debatten – und gerade deshalb nachhaltiger wirken. Denn dort, wo Geschichte, Glaube und gesellschaftliche Verantwortung zusammenfinden, entstehen oft die tragfähigsten Brücken in die Zukunft.
Wir alle danken Nikolaj Baitemirov und seinem Team für das wunderbare Essen, das serviert wurde.
Euer Team DJR
03/08/2026
DJR im Austausch mit dem Chef der Stabstelle für Kommunale Kriminalprävention der Landeshauptstadt Stuttgart, Sebastian Bürkle.
Mitarbeitende der Deutschen Jugend aus Russland e. V. (DJR) trafen sich mit dem Leiter der Stabstelle Kommunale Kriminalprävention der Landeshauptstadt Stuttgart zu einem fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Jugendarbeit.
Ausgangspunkt des Gesprächs war eine Beobachtung, die sich in der Praxis immer wieder bestätigt: Werden zugewanderte Jugendliche nach ihrer Ankunft in Deutschland nicht zeitnah in die organisierte Jugendarbeit eingebunden, entstehen häufig informelle Gruppen und Parallelstrukturen. Diese dienen nicht zwangsläufig der Integration. Vielmehr können sich gruppendynamische Prozesse entwickeln, die Ausgrenzung fördern und im ungünstigen Fall in deviantes oder strafrechtlich relevantes Verhalten münden.
In den vergangenen drei Jahren konnten entsprechende Entwicklungen bei verschiedenen Gruppen zugewanderter Jugendlicher beobachtet werden, unter anderem bei Jugendlichen aus der Ukraine, Syrien und Afghanistan, bei aserbaidschanischen Jugendlichen, die im Zuge der Fluchtbewegung aus der Ukraine nach Deutschland kamen, bei tschetschenischen Jugendlichen, von denen viele bereits im Südwesten Deutschlands geboren wurden, sowie bei Angehörigen der Lovari, einer aus der Ukraine zugewanderten Roma-Minderheit.
Eine wesentliche Ursache sehen die Fachleute in den oftmals unklaren Zukunftsperspektiven der Jugendlichen. Fehlende Orientierung und das Gefühl der Perspektivlosigkeit können zu nihilistischen Einstellungen gegenüber der Aufnahmegesellschaft führen. In einzelnen Fällen äußert sich dies in Verhaltensweisen, die strafrechtliche Relevanz besitzen. Dazu zählen körperliche Auseinandersetzungen bis hin zu Massenschlägereien zwischen rivalisierenden Peer-Gruppen, Eigentumsdelikte – insbesondere Ladendiebstähle –, verschiedene Formen devianten Verhaltens bis hin zu Sexualdelikten sowie Drogen- und Alkoholkonsum, Aggressivität und Hassphänomene.
Vor diesem Hintergrund diskutierten die Fachleute der DJR gemeinsam mit der Stabstelle Kommunale Kriminalprävention geeignete Präventionsansätze. Von besonderem Interesse für die Stadtverwaltung sind dabei die umfangreichen Erfahrungen der DJR aus der täglichen Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen. Diese Praxiserkenntnisse leisten einen wichtigen Beitrag zur Situationsanalyse und bilden eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung wirksamer Präventions- und Interventionsmethoden.
Die Stärke der Deutschen Jugend aus Russland e. V. liegt in ihrem breit angelegten Auffangnetz der Jugend- und Integrationsarbeit. Als besonders erfolgreich haben sich drei methodische Ansätze erwiesen: Empowerment, Hilfe zur Selbsthilfe sowie eine parteiische und partizipative Jugendarbeit, die Jugendliche aktiv in die Gestaltung ihrer eigenen Lebensperspektiven einbezieht.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand schließlich die Frage, wie negative gruppendynamische Prozesse frühzeitig erkannt und in konstruktive soziale Dynamiken überführt werden können. Beide Seiten bekräftigten ihr Interesse an einer engeren Zusammenarbeit, um Prävention, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt nachhaltig zu stärken.
Euer Team DJR
18/07/2026
DJR-MBE - Migrationsberatung
Anfang Juli fand in den Räumlichkeiten der DJR e.V. in Stuttgart eine MBE-Schulung mit anschliessendem Gespräch zur Problematik der Geflüchteten aus der Ukraine statt. Es ging unter anderem darum, den Aufenthaltsstatus zu ändern (Paragraph 24).
Euer Team DJR e.v.
16/07/2026
Liebe Mitstreiter,
Anerkennung für unsere Arbeit ist wichtig – und sie tut gut. Doch im Moment stehen wir vor Aufgaben, die für die Zukunft unserer Gemeinschaft noch entscheidender sind.
Wir müssen jetzt mit Nachdruck das Gespräch mit der Politik suchen. Dabei stehen derzeit drei Themen besonders im Vordergrund:
1. Der Bericht der Rentenkommission: Darin findet sich kein einziges Mal ein Hinweis auf Spätaussiedler, Russlanddeutsche, das Fremdrentengesetz oder die besonderen rentenrechtlichen Herausforderungen unserer Volksgruppe. Eine Bevölkerungsgruppe von mehreren Millionen Menschen darf in einer solchen Kommission nicht einfach übergangen werden.
2. Der drastische Rückgang der Aufnahmezahlen: In diesem Jahr wurden bislang nur rund 900 Aufnahmeanträge für Deutschland gestellt. Warum ist das so? Welche Ursachen liegen diesem historischen Tiefstand zugrunde? Und – welche politischen Konsequenzen werden daraus gezogen?
3. Die Zukunft der landsmannschaftlichen Arbeit: Warum ist die Finanzierung der landsmannschaftlichen Arbeit auf Bundesebene weggefallen? Wer Integration, Identität, Kulturpflege und die demokratische Teilhabe der Deutschen aus Russland stärken will, darf die Organisationen, die diese Arbeit seit Jahrzehnten leisten, nicht finanziell austrocknen.
4. Und schließlich: Wieso haben die politischen Strukturen der Russlanddeutschen Interessenvertretung in keinem der Punkte Ergebnisse erzielen können? Warum versagen sie?
Es muss uns allen bewusst sein: Das Interesse der Russlanddeutschen an der Politik ist unmittelbar davon abhängig, wie ernst die Politik die Anliegen der Russlanddeutschen nimmt. Wer erwartet, dass sich Menschen politisch engagieren, muss ihnen auch das Gefühl geben, gesehen, gehört und vertreten zu werden. Politische Teilhabe ist keine Einbahnstraße – sie lebt vom gegenseitigen Interesse und vom Dialog.
Um diese Fragen auf höchster politischer Ebene anzusprechen, hat Inna Dietz-Kravtsov, stellvertretende Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, ein Gespräch mit Steffen Bilger, MdB, organisiert. Das Treffen findet am 27. Juli 2026 statt (siehe Flyer).
Eine starke Beteiligung ist von großer Bedeutung. Ich bitte Sie deshalb herzlich, Ihre Planungen noch einmal zu prüfen und – wenn es Ihnen möglich ist – an diesem wichtigen Termin teilzunehmen.
Je mehr wir sind, desto deutlicher wird sichtbar, dass die Deutschen aus Russland ihre Anliegen geschlossen vertreten und eine verlässliche politische Interessenvertretung erwarten.
Ernst Strohmaier
22/05/2026
Am 21.05.2026 fand in der wunderschönen Stadt Stuttgart am Schlossplatz 1 ein offenes Training statt, organisiert von der Jugendorganisation DJR e.V..
An der Veranstaltung nahmen talentierte, motivierte und engagierte Jugendliche aus den verschiedensten Teilen der Welt teil. Die Atmosphäre war geprägt von Energie, Freundschaft und gegenseitiger Unterstützung. Solche Treffen helfen jungen Menschen dabei, ihr Potenzial zu entfalten, Selbstvertrauen aufzubauen, neue Freundschaften zu schließen und sich als Teil einer großen internationalen Gemeinschaft zu fühlen.
Wir setzen uns für die Entwicklung junger Menschen, ihre erfolgreiche Integration in die Gesellschaft sowie für einen gesunden Lebensstil, Respekt und Zusammenhalt unabhängig von Herkunft oder Kultur ein. Durch Sport, Kommunikation und gemeinsame Aktivitäten entsteht eine starke, offene und vielversprechende junge Generation.
Nikolaj Baitemirov, Team DJR
26/02/2026
Am Sonntag, dem 15. Februar, fand in den Räumen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in der Raitelsbergstraße 49, 70188 Stuttgart, unser alljährlicher Kinderfasching statt. Es gab viel Spaß und viel Freude für die kleinen und großen Kinder, mit Musik, Tanz und Spielen.
Euer Team DJR
https://djr-bund.de/kinderfasching.html
Projekt „Geschichte und Kultur von Lovari-Roma".
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